Hochseejacht Malizia II

30. Juli 2019 07:07; Akt: 30.07.2019 08:19 Print

Greta Thunberg segelt zu Klimagipfel nach New York

Mit einem deutschen Skipper macht sich Greta Thunberg im August dieses Jahres von Grossbritannien nach New York City auf. Ihr Ziel: Der UN-Klimagipfel.

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Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg will Mitte August mit einer emissionsfreien Hochseejacht nach Amerika segeln. Wie die 16-Jährige am Montag mitteilte, wird die Reisezeit von Grossbritannien nach New York rund zwei Wochen betragen.

Der genaue Abfahrtszeitpunkt hänge vom Wetter ab. Begleitet wird sie von ihrem Vater und einem Filmemacher. Die beiden Skipper sind der deutsche Segelsportler Boris Herrmann aus Hamburg und Pierre Casiraghi, der Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco, vom Team Malizia.
Eine Sprecherin des Teams sagte, die Reise könnte für Greta je nach Wetterverhältnissen recht unruhig werden. «Aber Greta ist ein mutiges Mädchen, sie wird das locker hinkriegen.»

Uno-Klimagipfel und -Klimakonferenz

Thunberg hatte bereits Anfang Juni angekündigt, ein Sabbatjahr einzulegen und erst im nächsten Jahr wieder die Schulbank zu drücken. Sie will unter anderem die USA, Kanada und Mexiko besuchen und bei verschiedenen Veranstaltungen für eine bessere Klimapolitik werben.

Zu den Stationen der Schwedin gehören der Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York und die jährliche Uno-Klimakonferenz in Chile im Dezember. Ausserdem will Thunberg an Klimademonstrationen teilnehmen.

Schiff erzeugt keine Abgase

«Während des vergangenen Jahres haben Millionen junger Menschen ihre Stimme erhoben, um die führenden Persönlichkeiten der Welt für das Klima und die ökologische Notlage zu sensibilisieren», wird Thunberg in einem Communiqué zitiert. «In den nächsten Monaten werden die Veranstaltungen in New York und Santiago de Chile zeigen, ob sie zugehört haben.»

Wegen der hohen Menge an Emissionen, die durch Flugreisen verursacht werden, will Thunberg bei ihrer Reise auf Flugzeuge verzichten. Die Hochseejacht «Malizia II», mit der sie über den Atlantik segelt, erzeuge keine Abgase, teilte Thunberg mit.

Auch der Strom, der an Bord des 18-Meter-Bootes benötigt wird, wird mittels Solarpaneelen und Unterwasserturbinen erzeugt, wie es heisst. Es gebe wenig Komfort an Bord.

(fss/sda)