Unwetter in Griechenland

11. Juli 2019 09:14; Akt: 11.07.2019 12:04 Print

«Die Leute versuchten, mit den Autos zu fliehen»

Im Norden Griechenlands forderte ein heftiger Sturm mindestens sieben Todesopfer. Leser-Reporter vor Ort berichten von «kritischen Situationen».

So heftig wütete das Unwetter in Griechenland. (Quelle: Leser-Reporter, Twitter)
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Ein heftiges Unwetter im Norden Griechenlands hat in der Nacht zum Donnerstag mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Mehr als 60 wurden verletzt. Alle Todesopfer seien Touristen, berichtete das Staatsradio (ERT) unter Berufung auf den Zivilschutz und die Polizei. Betroffen war vor allem die bei Feriengästen beliebte Halbinsel Chalkidiki.

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Waren Sie bei einem heftigen Gewitter schon einmal draussen?

Wie ein Leser-Reporter vor Ort berichtet, war das Gewitter sehr heftig: «Es war wie in einem Film. Der Wind war extrem stark, wie bei einem Monsun.» Er selber habe sich zu diesem Zeitpunkt im Hotel befunden: «Uns geht es zum Glück gut. Wir waren in Sicherheit.»

«Bäume und Strommasten fielen runter»

Auch Diana D. und ihr Mann haben das Unwetter in Griechenland hautnah miterlebt. Sie sind zurzeit mit ihrem Auto auf einer Europatour: «Um etwa 22 Uhr gab es es in Chaniotis einen Stromausfall.» Knapp fünf Minuten später habe es heftig zu stürmen begonnen: «Bäume und Strommasten fielen herunter. Wir beschlossen, mit dem Auto nach Thessaloniki zu flüchten.»

Auf dem Weg nach Thessaloniki, etwa zwei Stunden von Chaniotis entfernt, habe das Ehepaar dutzende kaputte Autos, Strommasten und umgefallen Bäume gesehen. «Die Situation war extrem kritisch. Die Leute versuchten, mit ihren Autos zu fliehen. Es hat sich mega gestaut», so D. Zurzeit befindet sich das Ehepaar in Thessaloniki: «Hier sind wir mal in Sicherheit. Wir werden aber heute noch nach Chaniotis zurückfahren, um den Leuten dort zu helfen.»

Alain H. macht noch bis am Montag Ferien in Chaniotis. So einen Sturm hat auch er noch nie erlebt, wie er sagt: «Bei uns im Hotel gab es zum Glück keine Verletzten. Es waren aber alle in Panik.»

Touristen sterben bei Unwetter in Griechenland

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alois. D am 11.07.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Reale Gefahr

    Wir waren am Samstag im Gantrisch unterwegs als das Gewitter kam, zum Glück sahen wir das Unheil kommen und waren gut Ausgerüstet. Die Sorglosigkeit vieler Wanderer die es vorgezogen hatten weiter zu gehen anstatt im Stall Schutz zu suchen verwunderte mich schon sehr. Gewitter und Stürme sollten nie auf die leichte Schulter genommen werden!

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  • Eron am 11.07.2019 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid

    Erst vor einigen Tagen selbst noch dort gewesen und nun das... Ich wünsche den Angehörigen viel Kraft!

  • Reisefüdli am 11.07.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gewitter, wie es sie hier nicht gibt

    Habe letztes Jahr im Herbst ein sehr, sehr heftiges Gewitter über der südtürkischen Mittelmeerküste erlebt. Dagegen sind unsere stärksten Schweizer Gewitter Pipifax! Mit wurde Angst und Bange, musste 2 Stunden im Nebengebäude ausharren, ohne Strom. Das war nicht lustig! Kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in Zukunft ereilen könnte. Heftig!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni Müller am 11.07.2019 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit gibt es nicht.

    Jeder der denkt ihm könne so ewas nicht passieren irrt sich ! Ich war mal in Italien beim Einnachten auf der Autobahn plötzlich Stau, dann das Unwetter ! Einfach unglaublich ! Innert Sekunden stand das Wasser bis zur Türschwelle. Ich stand zum Glück teilweise unter einer Brücke und fuhr einen alten Amerikaner. Rundum gingen Scheiben und sogar Dachboxen zu Bruch. Cabroverdecke wurden einfach zerfetzt. Die Autos und Reisecars waren teils völlig zerstört. Wir hatten wirklich Angst, dass wir vom Hagel in unserem Auto erschlagen werden. Auch mein Wagen hatte einen Totalschaden das war mir aber egal

  • Papa Bär am 11.07.2019 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Leute fliehen mit Autos?

    Da legen sich diese aber ein riesiges Ei, weil dies alle versuchen, eine Flucht wegen Staus unmöglich machen.

  • Nich Tzu am 11.07.2019 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Lese-Reporter Wahnsinn soll aufhören

    Anstatt solche "gaffer" Videos zu machen, hätte jemand bestimmt geholfen werden können, oder?

  • Paplo am 11.07.2019 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kraft .....

    und wieder einmal mehr.... und wieder zum Glück nicht hier und wieder denke ich..... wann trifft es mich...? wo immer auch.....? die Kraft und stärke der Natur... holen mich stetig auf den Boden der Realität zurück..... die Erde braucht uns nicht.... wir jedoch sie.... Respekt, Mutter , Erde........!

  • Sepp Toni am 11.07.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man nur ein Unwetter verharmlosen?

    Respekt! Mein Rat ist, respektiert die Naturgewalten, die Kraft eines Unwetters war und ist gewaltig! Schützt Euch! Hört nicht auf die Kommentare die das verharmlosen!