Keine Giftspritzen mehr

27. Oktober 2017 03:12; Akt: 27.10.2017 04:56 Print

Guatemala schafft die Todesstrafe ab

Unter anderem bei der Ermordung des Präsidenten war sie bisher als Strafmass erlaubt – doch nun hat das höchste Gericht des Landes die Todesstrafe als ungültig erklärt.

storybild

Seit Jahren nicht mehr angewendet: Mit einem inhaftierten Mann aus Salvador demonstrieren Wächter im Gefängnis von Fraijanes, nahe Guatemala City, wie die Todesstrafe im Fall der Fälle durchgeführt würde. (15 February 2008)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Oberste Gericht von Guatemala hat die Todesstrafe in Zivilprozessen abgeschafft. Der Staatsgerichtshof kündigte die Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit) an, die mit einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung wirksam wird. Die Todesstrafe ist in dem mittelamerikanischen Staat bereits seit mehreren Jahren nicht mehr angewendet worden.

Rein rechtlich wäre sie aber bei Morden von Menschen jünger als zwölf oder älter als 60 Jahre als Urteil möglich gewesen. Zudem wäre sie bei der Ermordung des Präsidenten, dessen Stellvertreters oder auch bei tödlich verlaufenen Entführungen als Strafmass erlaubt gewesen. Zumindest auf dem Papier gültig bleibt sie im Militärjustizwesen Guatemalas.

(foa)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gargamel am 27.10.2017 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Bravo!!! Wieder ein Land mehr, welches modernwr als die USA sind.

  • G.V. am 27.10.2017 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unmenschlich

    In diesen Zellen wird ständig mit der Angst vor dem Sterben gespielt. Als wäre die Todesstrafe nicht schon schlimm genug, werden die Verurteilen zuerst über mehrere Jahre hinweg psychisch fertig gemacht.

    einklappen einklappen
  • Patric am 27.10.2017 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schwarz oder weiss

    Finde es nicht konstruktiv dass die Todesstrafe ein Tabu ist. Wenn man sich das Strafmass anschaut oder die Kosten einer Verwahrung berechnet kann es in manchen Fällen wirklich die beste Lösung sein.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • mrfiveduck am 30.10.2017 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht wieder gutzumachen

    Bravo. Wieder ein Land, dass eine nicht wieder gutzumachende Strafe abschafft.

  • Bud am 28.10.2017 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    endtlich

    bravo guatamala !!!

  • Jasmin am 28.10.2017 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleiches mit Gleichem vergelten

    Wer getötet hat, hat sein Recht auf leben verwirkt.

  • Martial2 am 27.10.2017 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Je nach Fall...

    Grundsätzlich braucht es eine Analyse des Individuum; wie schlimm die Tat, Wiederholungstäter, unverbesserlich, wie viele Opfern sind es, usw. Ja ich bin für schwere Fälle absolut dafür... Was bringt noch lange Prozesse, jahrelang Unterhaltung, enorme Kosten auf dem Buckel des Steuerzahlers? Ein Punkt machen und fertig!

  • muleta am 27.10.2017 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    klarer Fortschritt

    wenn sie genug Geld haben (das sie von Kassierinnen usw. einnehmen), um einen notorischen Frauenzutodequäler 40 Jahre lang zu hüten, zu füttern und zu pflegen, dann ist das sicher ein zivilisatorischer Fortschritt