Wegen Ebola-Ausbruch

27. März 2014 10:29; Akt: 27.03.2014 12:01 Print

Guinea verbannt Fledermäuse vom Teller

von Markus Schönherr, Kapstadt - Der Ausbruch des Ebola-Fiebers trifft Guinea in einer schwierigen Zeit. Um gegen eine mögliche Epidemie vorzugehen, muss nun auch ihre lokale Delikatesse dran glauben.

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Seit Mittwoch ist in Guinea weder der Verkauf noch der Verzehr von Fledermäusen gestattet. Der Bann dieser lokalen Delikatesse sei eine Vorsichtsmassnahme, wie das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Staats betonte. Bei den Tieren handle es sich um die wahrscheinlichsten Überträger des Ebola-Virus. Nach mehreren Todesfällen bereitet sich die Region auf eine Epidemie vor.

Seit dem Ausbruch der Fieberwelle im Februar starben mindestens 63 Menschen und mindestens 26 weitere befinden sich in Behandlung. Den Behörden in der Hauptstadt Conarky zufolge konzentriere sich die Ansteckung auf drei Bezirke im Süden des Landes, wo Guinea an Sierra Leone und Liberia grenzt.

In Sierra Leone wurden bereits zwei Fälle mit denselben Symptomen bekannt und auch der liberianische Gesundheitsminister bestätigte den Tod von fünf Menschen, die aus Guinea eintrafen. In beiden Fällen ist noch unklar, ob es sich auch hier um Ebola-Fieber handelte. Die letzten bekannten Fälle dieses hochansteckenden Virus gab es im Osten Afrikas, etwa in Uganda. Jetzt ist die Sorge gross, dass auch die westafrikanische Region zum Brutplatz der Krankheit verkommt.

Vorbereiten auf möglichen grossflächigen Ausbruch

Internationale Hilfsorganisationen wappnen sich unterdessen für einen grossflächigen Ausbruch des Virus. «In Absprache mit dem Gesundheitsministerium, Unicef, Ärzte ohne Grenzen und anderen Partnern steigern wir unsere Kräfte vor Ort», berichtet Moustapha Diallo, Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes (IFRC) in Westafrika.

Der Organisation nach stelle der Ausbruch Guinea vor eine grosse Herausforderung: Nicht nur sei es die erste Ebola-Epidemie, die das Land jemals erlebt hat, der Ausbruch komme auch zu einer Zeit, in der Guinea bereits gegen eine Cholera- und Masern-Epidemie kämpfe. Anfang der Woche installierte Ärzte ohne Grenzen zwei Quarantänestationen im Süden des Landes, um die Erkrankten isoliert zu behandeln.

Video zur Delikatesse Fledermaus in Guinea:


(Quelle: YouTube/National Geographic)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christa Pardeller am 27.03.2014 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Man ißt KEINE Tiere!

    Man ißt KEINE Tiere! Tiere sind Lebewesen und nicht Nahrungsmittel und nicht Kleidungsstücke. Nicht quälen und nicht töten. Alle vegan werden und das zur Pflicht machen. Vegan ist zudem die gesündeste Ernährung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christa Pardeller am 27.03.2014 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Man ißt KEINE Tiere!

    Man ißt KEINE Tiere! Tiere sind Lebewesen und nicht Nahrungsmittel und nicht Kleidungsstücke. Nicht quälen und nicht töten. Alle vegan werden und das zur Pflicht machen. Vegan ist zudem die gesündeste Ernährung.