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04. März 2011 08:54; Akt: 04.03.2011 09:58 Print

Hackerangriff auf südkoreanische Websites

Mehrere Computer haben mit zeitlich koordinierten Angriffen staatliche und private Websites in Südkorea arbeitsunfähig gemacht. Auch das Präsidentenbüro war davon betroffen.

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Frühere Website-Angriffe gingen laut koreanischer Kommunikationskommission auf China zurück. (Bild: Keystone)

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In Südkorea haben Hacker am Freitag staatliche und private Websites angegriffen. Die Behörden warnten vor einer erheblichen Bedrohung für die Computer des Landes. Das nationale Cyber-Abwehrzentrum sagte, es habe Zeichen eines «Denial of Service»-Angriffes (DoS) gesehen. Dabei starten eine grosse Anzahl Computer mutwillig einen zeitlich koordinierten Angriff auf eine Seite, um diese durch Überlastung arbeitsunfähig zu machen.

Der südkoreanische Sicherheitsanbieter AhnLab hatte zuvor gesagt, es seien 40 Websites betroffen, darunter auch die des Präsidentenbüros, des Aussenministeriums, des Geheimdienstes und der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Korea (USFK) sowie die von einigen Grossbanken.

Betroffene konnten gewarnt werden

Laut AhnLab, der kostenlosen Virenschutz anbietet, begann der Cyber-Angriff am Freitagmorgen (Ortszeit) und scheint einem Angriff im Jahr 2009 zu ähneln, als 17 Websites angegriffen wurden. Ein Computernutzer habe eine Störung entdeckt, bei der es sich nach einer Analyse von AhnLab um eine bösartige Software gehandelt habe. AhnLab habe daraufhin die Betroffenen gewarnt.

Die koreanische Kommunikationskommission (KCC) sagte, die Websites hätten zunächst nicht über Schäden berichtet. Den Behörden zufolge gingen frühere Angriffe dieser Art auf China zurück. Für den Cyber-Angriff 2009 wurde zunächst Nordkorea verantwortlich gemacht, doch Experten erklärten später, es gebe keine schlüssigen Beweise.

(ap)