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23. Januar 2020 18:25; Akt: 23.01.2020 18:25 Print

Hecht spiesst Fischer (16) am Hals auf

Ein Hornhecht springt aus dem Wasser und durchbohrt den Hals eines jungen Fischers. Der Jugendliche muss zwei Tage warten, bis der Fisch endlich entfernt werden kann.

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Der 16-jährige Muhammad Idul hatte Glück im Unglück: Der Teenager wurde beim Fischen von einem Hornhecht verletzt. Dabei durchbohrte der Fisch mit seiner spitzen Schnauze Muhammads Hals. Der Teenager überlebte dank einer richtigen Entscheidung seiner Eltern.

Die Familie aus der Ortschaft Wakinamboro auf der südindonesischen Insel Siumpu hatte am Wochenende einen Angel-Ausflug unternommen. Sie sass in einem Fischerboot, als plötzlich ein Hornhecht aus dem Wasser sprang und mit seinem langen, schlanken Maul Muhammads Hals traf. Auf Fotos, die in der Facebook-Gruppe Savage Paramedics veröffentlicht wurden, ist zu sehen, wie die Schnauze des Fisches sich bis zum Hinterkopf des Teenagers durchbohrte.

Zwei Tage einen Fisch am Hals

Wie das lokale Portal «Makassar Terkin» berichtet, eilten die Eltern sofort mit ihrem Sohn in eine naheliegende Klinik. Sie handelten dabei korrekt: Statt den Fisch aus dem Hals zu ziehen, liessen sie ihn stecken. Das rettete schliesslich Muhammad das Leben.

Der Notfallarzt traute sich nicht, den Jugendlichen zu operieren, und entschied, ihn in ein grösseres Spital zu verlegen, um dort den komplizierten Eingriff durchzuführen. In der Wahidin-Sudirohusodo-Klinik analysierten die Chirurgen zwei Tage den Fall, bevor sie Muhammad operierten.

Der Eingriff wurde von sechs Spezialisten durchgeführt und dauerte knapp eine Stunde. Chefchirurg Syafri Arif erklärte: «Wir mussten den Spitz des Fisches sehr sorgfältig entfernen, weil grosse Gefässe durch den Hals verlaufen. Zum Glück haben die Eltern den Fisch nicht herausgezogen, denn das verhinderte die Blutung.»

Muhammad Idul hat noch Fieber und muss zur Beobachtung eine Woche im Spital bleiben. Die Ärzte wollen verhindern, dass eine Infektion an der Wunde entsteht.

(kle)