Schäden an Gebäuden

22. Mai 2012 06:56; Akt: 22.05.2012 09:47 Print

Heftiges Erdbeben in Bulgarien

Der Westen Bulgariens ist in der Nacht auf Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert worden. Laut Innenministerium hat es keine Todesopfer gegeben.

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Nach dem Beben sitzen Anwohner in der bulgarischen Hauptstadt Sofia vor ihren Wohnblöcken. (Bild: AFP)

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Im Westen Bulgariens, unweit der Hauptstadt Sofia, hat sich in der Nacht zum Dienstag ein heftiges Erdbeben ereignet. Gemäss der bulgarischen Erdbebenwarte hatte der Erdstoss eine Stärke von 5,8. Menschen kamen nach offiziellen Angaben nicht zu Schaden.

Es habe «keine Opfer» gegeben, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow am frühen Dienstagmorgen in der Hauptstadt Sofia. Der Minister sagte der bulgarischen Nachrichtenagentur Focus, die Behörden hätten in der Stadt Pernik in der Nähe des Epizentrums einen Krisenstab eingerichtet. Zusätzliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften seien in das betroffene Gebiet entsandt worden.

Der Leiter des Zivilschutzes, Nikolai Nikolow, sagte, ihm lägen viele Berichte von eingestürzten Schornsteinen, eingerissenen Mauern sowie zerbrochenen Fensterscheiben in der Region von Pernik vor.

«Ich möchte nicht mehr nach Hause gehen»

Das Erdbeben ereignete sich gegen 3.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ), es folgten mehrere Nachbeben. Die Erdstösse waren auch in Sofia zu spüren, das nur etwa 30 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt. Zahlreiche Bewohner rannten in Panik auf die Strassen.

«Alles bewegte sich auf unglaubliche Weise», sagte eine Jugendliche, die vor ihrem Haus in einem westlichen Vorort von Sofia stand. «Ich bin schreiend auf die Strasse gerannt, und heute möchte ich nicht mehr nach Hause gehen.»

Im August 2009 hatte sich im Schwarzen Meer zwischen Rumänien und Bulgarien ein Erdbeben der Stärke 5,0 ereignet. Damals kam niemand zu Schaden.

Zuletzt war Italien von einem schweren Erdbeben getroffen worden: Erst in der Nacht zum Sonntag ereignete sich im Norden des Landes ein Beben der Stärke 6,0, bei dem mindestens sechs Menschen ums Leben kamen. Seitdem gab es dort zahlreiche Nachbeben.

Epizentrum zwischen Sofia und Pernik:

(sda)