Alle Insassen tot

11. Mai 2012 07:53; Akt: 11.05.2012 10:06 Print

Helis bergen Absturzopfer in Indonesien

Nach dem Unglück des russischen Superjets hat die Bergung der Leichen begonnen. Die Opferzahl ist weiter unklar. Sicher ist nur, dass niemand den Absturz am Mittwoch überlebt hat.

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Am 31. Mai ist im indonesischen Dschungel die zweite Blackbox des abgestürzten russischen Superjets gefunden worden. Sie soll bei dem Crash intakt geblieben sein. Das indonesische Milität findet am 15.5.2012 am Absturzort den Stimmenrekorder des Superjets. Aus der Luft ist das blau-weisse Suchoi-Logo deutlich zu erkennen. Zwei Tage nach dem Absturz kann am 11. Mai 2012 mit der Bergung der Leichen begonnen werden. Die Absturzstelle auf einem Hügel des Salak-Bergs südlich von Jakarta. Einen Tag nach dem Unglück entdeckten die Rettungskräfte am 10. Mai 2012 Wrackteile des russischen Flugzeugs. Die bislang entdeckten Wrackteile zeigen, mit welcher Wucht das Flugzeug aufgeprallt sein muss. Die Bergung der toten Passagiere war schwierig. Angehörige verzweifelt ... Der Pass einer der Piloten wurde gefunden. Testpilot Alexander Yablontsev (links) und seine Crew auf einem Flug am Tag vor dem Unglück. Er soll die Maschine auch beim Absturz gesteuert haben. Angehörige der Insassen des Flugzeugs schauen nach, ob ihre Verwandten auf der Passagierliste stehen. Indonesische Soldaten auf der Suche nach dem russischen Flugzeug, das am 9. Mai 2012 abgestürzt war. Am Tag des Absturzes wurde zuvor ein erfolgreicher Demonstrationsflug über Jakarta absolviert. Die Behörden nehmen DNA-Proben von Angehörigen, um die Toten identifizieren zu können, wenn sie dereinst gefunden sind. Eine verzweifelte Angehörige auf einem Gepäckband am Flughafen Halim Perdana Kusuma in Jakarta. An einer Pressekonferenz gibt der Chef der Such- und Rettungstruppen Auskunft über das Verschwinden des Superjets. Ein solches Flugzeug des Typs Suchoi Superjet 100 (SSJ 100) ist über Westjava vom Radar verschwunden.

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Zwei Tage nach dem Absturz einer russischen Maschine in Indonesien haben Helfer mit der Bergung der Leichen begonnen. Sechs Helikopter waren laut Rettungskräften in dem unwegsamen Gelände am Hang eines Vulkans südlich von Jakarta dafür am Freitag in Einsatz.

Keiner der Insassen überlebte den Absturz. Nach russischen Angaben waren 45 Menschen an Bord, nach indonesischen Angaben 47. «Wir müssen sie schnell bergen, weil das Gebiet nachmittags meist im Nebel liegt», sagte der Sprecher der Rettungskräfte, Gagah Prakoso.


(Quelle: AP)

Russen helfen bei Untersuchung

Unterdessen trafen russische Experten in Jakarta ein. Sie wollen die indonesischen Kollegen bei der Untersuchung der Absturzursache unterstützen, teilte die russische Botschaft mit. Anhaltspunkte gab es zunächst nicht. Der Pilot hatte aus ungeklärten Gründen 20 Minuten nach dem Start um Erlaubnis gebeten, die Flughöhe verlassen zu dürfen. Dann brach der Funkkontakt ab.

Das Flugzeug vom Typ Suchoi Superjet 100 war am Mittwoch bei einem Schauflug für Kaufinteressenten vom Radar verschwunden. Suchtrupps orteten das Wrack erst mehr als 18 Stunden später.

(sda)