Zwei Tote

30. November 2019 09:43; Akt: 30.11.2019 20:08 Print

IS bekennt sich zur Messerattacke in London

In London kam es am Freitagnachmittag zu einer Messerattacke. Zwei Personen starben. Der Täter wurde erschossen.

Auf der London Bridge attackierte ein Mann mehrere Menschen mit einem Messer. Zwei von ihnen starben.
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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag mit zwei Todesopfern in London für sich reklamiert. Der Angriff am Freitag sei von einem «Krieger des Islamischen Staates durchgeführt» worden, teilte die IS-Miliz über eines seiner Sprachrohre am Samstag mit.

Der Terrorexperte Peter Neumann vom Londoner King's College hält die Mitteilung für echt. Er gab aber zu bedenken, dass es sich lediglich um eine Behauptung der Terrormiliz handle. Sie beinhalte keine Details oder Täterwissen.

Mann kämpfte mit Narwal-Stosszahn

Beim dem Anschlag vom Freitag ist womöglich nur durch das beherzte Eingreifen von Zivilisten Schlimmeres vereitelt worden. Ein Mann bekämpfte den Attentäter Augenzeugenberichten zufolge mit einem Narwal-Stosszahn.

Diesen hatte er von der Wand der Fishmonger's Hall genommen. In der alten Gildehalle der Fischhändler in der City of London hatte der tödliche Messerangriff um kurz vor 14 Uhr (Ortszeit) begonnen. Der Anschlag endete nur wenige Minuten später auf der nahen London Bridge, wo Polizisten den 28 Jahre alten Täter erschossen.

Messerattacke auf London Bridge – mehrere Verletzte

Auch Feuerlöscher im Einsatz

Ein Video, das auf sozialen Netzwerken kursierte, soll die Auseinandersetzung zeigen. Drei Männer versuchen einen vierten zu Boden zu bringen. Einer davon hat eine Stange in der Hand. Dabei soll es sich um den Stosszahn gehandelt haben. Ein zweiter sprüht dem Angreifer mit einem Feuerlöscher ins Gesicht. Ein dritter geht mit blossen Händen auf den Attentäter los.

Die Tageszeitung «The Times» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Mann mit dem Narwal-Stosszahn handle es sich um einen polnischen Koch, der in der Fishmonger's Hall arbeitet.

Später stellte sich heraus, dass der Attentäter bereits 2012 wegen terroristischer Aktivitäten zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Er wurde im Dezember vergangenen Jahres vorzeitig auf Bewährung entlassen.

(fss/sda)