Historische Gespräche

01. Dezember 2011 05:30; Akt: 01.12.2011 09:55 Print

Hillary Clinton trifft Burmas Präsidenten

Seit John Foster Dulles im Jahr 1955 war kein US-Aussenminister mehr nach Burma gereist. Der Besuch Hillary Clintons ist ein weiterer Schritt Burmas aus der Isolation.

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Hillary Clinton wird vom burmesischen Präsidenten Thein Sein begrüsst. (Bild: Reuters/Pool)

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US-Aussenministerin Hillary Clinton hat in Burma Gespräche mit der neuen Führung des jahrzehntelang isolierten Landes aufgenommen. Am Donnerstag traf sie in der Hauptstadt Naypyidaw zunächst mit Präsident Thein Sein zusammen. «Dies ist ein historischer Besuch», sagte der seit März amtierende Staatschef. Nach dem rund einstündigen Treffen gaben der Präsident und seine Frau ein Mittagessen für Clinton.

Im Laufe des Tages wollte die US-Aussenministerin nach Rangun weiterreisen, um dort mit der Dissidentin Aung San Suu Kyi zusammenzukommen. Die Friedensnobelpreisträgerin war nach jahrelangem Hausarrest im November 2010 freigekommen. Die Symbolfigur der Demokratiebewegung hatte am Mittwoch die Hoffnung geäussert, dass Clintons Besuch die Tür für weitere politische Reformen öffne.

Bis vor kurzem war das südostasiatische Land wegen seiner brutalen Militärjunta noch international geächtet. Das Land hat nach fast fünf Jahrzehnten Militärdiktatur erst seit März wieder eine zivile Regierung.

Das Kabinett besteht zwar aus zahlreichen Ex-Generälen und das Militär kontrolliert weiterhin die Macht, doch hat sich das Land in den vergangenen Wochen merklich geöffnet. Unter anderem liess Präsident Sein mehr als 300 politische Gefangene frei und begann einen Dialog mit Suu Kyi

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tomy am 01.12.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Clinton macht genau das richtige. Zuerst die alten Militärs treffen, dann die Dissidentin Aung San Suu Kyi! Denn, immerhin ist das Militärregime nun nach Jahrzehnten des Terrors endlich einmal bereit, einen Schritt in Richtung des eigenen Volkes zu gehen. Und ist dazu sogar noch offen, Vermittlungshilfe der USA anzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit, meine ich...

  • Hoffer am 01.12.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind ja erfreuliche Anzeichen

    Ich hoffe, dass dies nicht nur Scheinreformen der Junta sind und wünsche dem Volk Myanmars alles Gute für die Zukunft. Fernab der grossen Schlagzeilen könnte ein Prozess starten, welcher hoffentlich mehr verspricht als beispielsweise momentan derjenige im Westen des gleichen Kontinents.

  • Hansruedi Pfister am 02.12.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Botschafterin des Kapitalismus

    Die Clinton möchte sich nur im Licht von Suu Kyi sonnen. Die ganze Arbeit hat Suu Kyi getan. Die USA haben nur Interesse einen weiteren Militärstützpunkt in Myanmar zu errichten und US - Unternehmen und den Kapitalismus dort, zu platzieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hansruedi Pfister am 02.12.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Botschafterin des Kapitalismus

    Die Clinton möchte sich nur im Licht von Suu Kyi sonnen. Die ganze Arbeit hat Suu Kyi getan. Die USA haben nur Interesse einen weiteren Militärstützpunkt in Myanmar zu errichten und US - Unternehmen und den Kapitalismus dort, zu platzieren.

  • claudia am 01.12.2011 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles gute fuer burm

    ich war in burma ein wunderschoenes land und nette menschen . ich wunsche dem land alles gute fuer die zukunft.

  • Tomy am 01.12.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Clinton macht genau das richtige. Zuerst die alten Militärs treffen, dann die Dissidentin Aung San Suu Kyi! Denn, immerhin ist das Militärregime nun nach Jahrzehnten des Terrors endlich einmal bereit, einen Schritt in Richtung des eigenen Volkes zu gehen. Und ist dazu sogar noch offen, Vermittlungshilfe der USA anzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit, meine ich...

  • Hoffer am 01.12.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind ja erfreuliche Anzeichen

    Ich hoffe, dass dies nicht nur Scheinreformen der Junta sind und wünsche dem Volk Myanmars alles Gute für die Zukunft. Fernab der grossen Schlagzeilen könnte ein Prozess starten, welcher hoffentlich mehr verspricht als beispielsweise momentan derjenige im Westen des gleichen Kontinents.