30. Januar 2007 12:53; Akt: 30.01.2007 12:59 Print

Holländer beteiligen sich nicht an Opium-Vernichtung

In Afghanistan kämpfen die NATO-Truppen gegen die Heroinproduktion und den Opiumanbau. Die Holländer wollen sich allerdings nicht an der Zestörung der Opiumfelder beteiligen.

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Entwicklungsministerin Agnes van Ardenne erklärte, Ziel der Internationalen Stabilisierungstruppe sei der Wiederaufbau des Landes. Dieser könne nicht erreicht werden, indem man den Menschen ihr Einkommen nehme.

Wiederaufbau sei nur möglich, «wenn die Menschen mit uns arbeiten», sagte Van Ardenne am Montagabend dem Fernsehsender Nova. Die Truppen könnten jedoch nicht auf Unterstützung der Bevölkerung zählen, wenn mit der Mohnernte auch die Einkünfte «sehr vieler Bauern» zerstört würden.

Die Opium-Produktion in Afghanistan ist im vergangenen Jahr um 49 Prozent auf 6.700 Tonnen gestiegen. Auch die Taliban sollen mit dem Verkauf von Drogen ihren Kampf finanzieren. Die Niederlande haben rund 1.900 Soldaten in Afghanistan stationiert.

(ap)