Langer Winter im Himalaya

12. Mai 2019 16:17; Akt: 12.05.2019 16:17 Print

Hunderte von Yaks erfroren und verhungert

Seit Dezember sind in einem von der Umwelt abgeschnittenen Tal im indischen Himalaya mindestens 300 Tiere gestorben. Heftige Schneefälle verhinderten rechtzeitige Hilfe.

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Mindestens 300 Yak-Rinder sind im indischen Teil des Himalayas während des vergangenen Winters an Hunger und Kälte gestorben. Aussergewöhnlich heftige Schneefälle hätten das abgelegene Mukuthang-Tal im nordöstlichen Bundesstaat Sikkim ab Dezember von der Aussenwelt abgeschnitten und für die Bauern die Versorgung der Tiere unmöglich gemacht, sagte Kumar Yadav, ein Vertreter der örtlichen Behörden, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Eigentümer hätten sogar von 500 verendeten Yaks gesprochen.

Nach heftigen Schneefällen hätten im Dezember rund 50 Menschen in dem Tal bei den Behörden Hilfe angefordert, da das Futter für rund 1500 Yaks zur Neige ging. Einsatzkräfte konnten wegen neuer Schneefälle jedoch lange nicht in das Tal vordringen. Wegen des anhaltenden Winterwetters wuchs im Frühling auch kein frisches Gras.

Betroffene Familien unterstützen

Derzeit prüfen die Behörden noch, wie viele Tiere insgesamt dem Winter erlegen sind. 50 Yaks wurden tierärztlich versorgt. Laut Yadav wird mit den Eigentümern verhandelt, wo und wie die toten Tiere begraben werden. Zudem sollen die betroffenen Familien unterstützt werden.

Yaks sind eine mit dem ausgestorbenen europäischen Auerochsen verwandte Rinderart. Die zotteligen Tiere sind in Zentralasien verbreitet. Wegen ihrer charakteristischen Laute werden sie auch Grunzochsen genannt.

(scl/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Moni am 12.05.2019 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungleichgewicht...

    Wir fliegen auf den Mond, aber bringen es nicht zu stande Futter in ein abgelegenes Tal zu fliegen. Schlimm!!!

  • Dumby am 12.05.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragödie

    Was diese Tragödie für die betroffenen Tiere UND Menschen dort bedeutet, verstehen die Meisten hier nicht... Viel Kraft wünsche ich dorthin...

  • animals life am 12.05.2019 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch kommerz

    Nicht fähig zu organisieren, dass die Yaks Nahrung bekommen. Aber wenn man Yaks braucht für Matrialtransporte für die Basislager am Mount Everest, kann man plötzlich organisieren und es geht alles! Egal was es kostet. Mir tun die Tiere leid.

Die neusten Leser-Kommentare

  • BLUESKY85 am 13.05.2019 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    :(

    oh gott wie traurig.

  • Emil Klöti am 13.05.2019 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel

    Nun, da hat es sich gedreht für einmal. Jetzt wird's wieder Kälter, wir spüren es ja auch bei uns. Ein so kalter Mai Mai mit Schnee gab's seit über fünfzig Jahren nicht mehr.

    • Ticino1 am 13.05.2019 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Emil Klöti

      Gemäss Nachrichten im TV von gestern, gabs noch nie seit man misst, einen solch kalten Mai. Und es ist noch nicht mal Mitte Monat.

    einklappen einklappen
  • Giulio Colona am 12.05.2019 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Sonnenzyklus!!!

    Ein Vorbote für uns? Nahrungsmittelernten fallen zusammen, Kälte und Schnee im Rekord! Der Sonnenzyklus bringt unsin eine schwierige Zeit... Mit dem Hunger kommen auch die Krankheiten.

  • Dumby am 12.05.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragödie

    Was diese Tragödie für die betroffenen Tiere UND Menschen dort bedeutet, verstehen die Meisten hier nicht... Viel Kraft wünsche ich dorthin...

  • Sara Maser am 12.05.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Lebensgrundlage

    Tragisch für die Bevölkerung dort. Die Yaks gehören zur Lebensgrundlage. Hoffe, der Staat hält sein Versprechen und entschädigt die Bauern. So können sie neue Yaks kaufen und haben wieder eine Existenz.