2 Wochen nach Hochzeit

17. Januar 2020 21:50; Akt: 17.01.2020 21:50 Print

Imam entdeckt, dass seine Ehefrau ein Mann ist

Ein muslimischer Geistlicher heiratet eine junge Frau, zum Sex kommt es aber nie. Erst zwei Wochen später erfährt der Ehemann, dass seine Frau eigentlich Richard heisst.

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Das Eheglück für den Iman Mohamed Mutumba dauerte nicht lange: Zwei Wochen nach der Hochzeit im Bezirk Kayunga in Uganda entdeckte der muslimische Geistliche, dass seine Frau eigentlich ein Mann ist.

Über den skurrilen Fall berichtete die Zeitung New Vision Uganda. So soll der Imam nicht einmal selber die Verwechslung bemerkt haben, sondern eine Polizistin. Weil die vermeintliche Ehefrau einige Tagen nach der Hochzeit wegen des mutmasslichen Diebstahls eines Fernsehgeräts festgenommen wurde, wurde sie auf dem Polizeiposten von einer Beamtin untersucht. Die Polizistin identifizierte schliesslich die Verdächtige als einen Mann namens Richard Tumushabe.

Die Tante nahm die Mitgift an

Der Imam gab gegenüber einem anderen Geistlichen an, seine Frau nie nackt gesehen zu haben. Sie habe sich geweigert, vor dem Schlafengehen sich auszuziehen, erzählte ein Seelsorger an der Moschee des Imams. Der Ehemann habe bei ihm Rat gesucht, nachdem er zwei Wochen nach der Ehe immer noch keinen Sex mit seiner Ehefrau gehabt hatte. «Ich wartete geduldig, um endlich mit ihr schlafen zu dürfen», sagte der Ehemann. Seine «Ehefrau» hatte ausserdem angegeben, lange Perioden zu haben.

Der Bräutigam soll sogar eine Mitgift an die Tante der Braut bezahlt haben. Zwei Ziegen, zwei Päckchen Zucker, Kleider und einen Koran. Die Tante will aber nicht gewusst haben, dass ihre Nichte ein Neffe ist. Sie habe den jungen Mann erst im Erwachsenenalter als vermeintliche Frau kennengelernt, erklärte sie.

Imam wird verspottet

Mittlerweile wurde der Imam von seinem Dienst an der Moschee entbunden, dem Betrüger Richard Tumushabe wird ein «unnatürliches» Vergehen vorgeworfen.

Imam Mutumba ist nun Zielscheibe von Spott und Häme. Auf Social Media wird er als vermeintlicher Homosexueller beschimpft. In Uganda steht Homosexualität unter Strafe. Das Parlament forderte erst vor einigen Wochen die Einführung des umstrittenen «Kill the Gays»-Gesetz (auf Deutsch: «Bringt die Homosexuellen um»). Dieses würde die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex vorsehen.


(kle)