416 Schiessereien 2019

30. Dezember 2019 22:29; Akt: 31.12.2019 01:40 Print

In den USA gab es mehr als ein Massaker pro Tag

Massenschiessereien in den USA erreichten im Jahr 2019 ein Rekordhoch. Zwei der tödlichsten Vorfälle ereigneten sich im August innerhalb weniger Stunden.

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416 - so viele Massenschiessereien gab im Jahr 2019 in den USA. Laut einer Statistik des Gun Violence Archive hat es bisher in keinem anderen Jahr so viele «mass shootings» gegeben. Unter den schlimmsten Vorfällen gehört das Massaker am 3. August in einer Walmart-Filiale in an der Grenze zu Mexiko. Dort hatte ein 21-Jähriger das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet. Nur wenige Stunden später, am 4. August, schoss in , Ohio, der 24-jährige Connor Betts um sich und tötete neun Menschen. Ein Schütze tötete am 31. Mai in im US-Bundesstaat Virginia zwölf Menschen getötet. Beim Täter handelte es sich um einen verärgerten städtischen Angestellten, dem Tage zuvor gekündigt worden war. In im US-Bundesstaat Texas wurden sieben Menschen durch einen herumfahrenden Amokschützen getötet. Der Täter wurde kurz nach der Tat durch Polizisten erschossen worden. Bei Schüssen an einer High School in im US-Bundesstaat Kalifornien wurden am 14. November zwei Schüler getötet und mehrere verletzt. Bei einer stundenlang andauernden Schiesserei in nahe der US-Metropole New York wurden sechs Menschen getötet. Unter den Toten waren ein Polizist, drei Zivilisten und die beiden mutmasslichen Täter. In der Stadt Kansas City im US-Bundesstaat Kansas wurden am 6. Oktober in einer Bar vier Menschen erschossen und mindestens fünf weitere verletzt. Bei Schüssen auf einem Food Festival in Kalifornien wurden am 28. Juli vier Menschen getötet worden. Ausserdem wurden mindestens 15 Personen verletzt. Ein etwa 30-jähriger Mann hatte mit einem Gewehr wahllos um sich geschossen.

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Es ist ein Rekordwert, der nur schwer zu fassen ist: 416 Massenschiessereien ereigneten sich im Jahr 2019 (Stand 30. Dezember, 16 Uhr) in den USA. Laut einer Statistik des Gun Violence Archive hat es bisher in keinem anderen Jahr so viele Massenschiessereien gegeben.

Als sogenannte «mass shootings» gelten Vorfälle von Waffengewalt mit mindestens vier Toten, an einem Ort, zur gleichen Zeit. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 gab es 337 Massenschiessereien, im 2017 waren 346. Zu Beginn der Aufzeichnungen im 2014 waren es nur 269 Schiessereien gewesen.

Unter den schlimmsten Vorfällen in diesem Jahr gehören, das Massaker Anfang August in einer Walmart-Filiale in El Paso an der Grenze zu Mexiko. Dort hatte ein 21-Jähriger das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet. Nur wenige Stunden später schoss in Dayton, Ohio, der 24-jährige Connor Betts um sich und tötete neun Menschen, darunter auch seine Schwester Megan (22) und deren Freund. Ende August tötete dann ein vorbestrafter Schütze im texanischen Odessa sieben Menschen.

Dem Gun Violence Archive zufolge gab es zwischen 1. Januar und 25. Dezember 2019 insgesamt 38’631 Waffentote – dazu gehören neben Morde auch Suizide und Unfälle.

Die Politik will keine Änderungen der Gesetze

Die zunehmenden Gewaltverbrechen fachen immer wieder die Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform an. Denn im Land kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere – vor allem, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind.

Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.

(kle)