Ehemann, Schwiegereltern, Nichte

11. November 2019 14:10; Akt: 11.11.2019 14:10 Print

Nette Nachbarin vergiftet sechs Familienmitglieder

Eine 47-jährige Frau in Indien hat gestanden, sechs Mitglieder ihrer Familie getötet zu haben. Zuvor hatte sie im Zusammenhang mit den Todesfällen von einem Fluch gesprochen.

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Sie half ihren Nachbarn, ging in die Kirche und arbeitete laut eigenen Angaben als Professorin: Die 47-jährige Jolly Joseph war in der kleinen südindischen Stadt Koodathai im Bundesstaat Kerala ein angesehenes Mitglied der Gemeinde.

Seit Jahren begleiteten allerdings rätselhafte Todesfälle die Geschichte der zweifachen Mutter und ihrer Familie, wie CNN berichtet.

● 2002 starb Josephs Schwiegermutter an einer rätselhaften Krankheit.
● 2008 erlitt der Schwiegervater einen Herzinfarkt und starb.
● 2011 starb Josephs Mann. Sie erzählte, er habe ebenfalls einen Herzinfarkt erlitten.
● 2014 erlitt ihr Onkel einen tödlichen Herzinfarkt. Im gleichen Jahr erstickte ihre zweijährige Nichte an einem Stück Essen.
● 2016 brach die Mutter des Mädchens zusammen und starb. Ein Jahr später heiratete Joseph den Witwer.

Umfeld wurde misstrauisch

Allen Todesfällen gemeinsam: Jolly Joseph war dabei. Sie selbst sprach stets von einem Fluch, der auf ihrem Haus liege. Sie war 1997 nach der Heirat mit Roy Thomas in das Haus gezogen und hinterliess laut Nachbarn einen sehr freundlichen und netten Eindruck. Sie sei stets für andere da gewesen und habe gern mit allen geplaudert.

Nach dem Tod der Nichte und deren Mutter sowie der erneuten Heirat begannen die Menschen in Josephs Umfeld allerdings misstrauisch zu werden. Sie entdeckten Lücken in Josephs Geschichte und informierten die Polizei.

Wie die Polizei im Oktober informierte, hätten die Ermittlungen gezeigt, dass Joseph jedes einzelne der Familienmitglieder vergiftet und ihre Verbrechen dann mit Lügen getarnt habe. Auch sei sie nie als Professorin tätig gewesen.

Laut Polizei hat Jolly Joseph die Morde gestanden. Sie habe die Kontrolle über das Familienvermögen erlangen wollen, sagte sie demnach zu ihrem Motiv. Sollte die 47-Jährige verurteilt werden, droht ihr ein Leben im Gefängnis oder sogar der Tod.

(scl)