Monate ohne Essen

16. Juni 2011 06:31; Akt: 16.06.2011 10:53 Print

Indischer Aktivist stirbt nach Hungerstreik

Nach einem fast vier Monate langen Hungerstreik gegen die grassierende Korruption und Umweltverschmutzung in Indien ist ein Aktivist im Spital gestorben.

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Der 34-jährige Swami Nigamananda, der von seinen Anhängern als Heiliger verehrt wird, starb bereits am Montag in einer Klinik in der nordindischen Stadt Dehradun, wie seine Ärzte am Mittwoch mitteilten.

Nigamananda war Mitte Februar in den Hungerstreik getreten, um auf Korruption und die zunehmende Verschmutzung des Flusses Ganges aufmerksam zu machen, der für die Hindus heilig ist. Ausserdem forderte er einen Stopp des illegalen Bergbaus im nördlichen Bundesstaat Uttarakhand.

Der 34-Jährige war bereits Anfang Mai mit gesundheitlichen Problemen ins Spital eingeliefert worden. Nach Angaben des Klinikleiters bekam er dort nur Infusionen, ansonsten habe er keine Nahrung zu sich genommen.

In den vergangenen Monaten hatte es in Indien mehrere Hungerstreiks gegeben, die sich hauptsächlich gegen Korruption und Skandale in der Regierung richteten. Erst am Tag vor Nigamanandas Tod hatte der bekannte Yoga-Guru Swami Baba Ramdev einen Hungerstreik gegen Korruption abgebrochen.

(sda)