Rumänien

11. November 2019 02:19; Akt: 11.11.2019 05:53 Print

Iohannis muss trotz Sieg in die Stichwahl

In Rumänien hat Amtsinhaber Klaus Johannis die erste Runde der Präsidentenwahl gewonnen.

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Strahlender Sieger: Amtsinhaber Klaus Iohannis. (10. November 2019) (Bild: Keystone/Andreea Alexandru)

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Die Präsidentenwahl in Rumänien hat Amtsinhaber Klaus Johannis mit klarem Vorsprung gewonnen. Der 60-jährige kam demnach am Sonntag auf 36,6 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlbehörde in Bukarest am Sonntag nach Auszählung von 99,1 Prozent der Stimmzettel mit.

Er verfehlte aber damit die für einen Sieg in der ersten Runde notwendige absolute Mehrheit und muss in zwei Wochen in einer Stichwahl gegen die Zweitplatzierte Sozialdemokratin Viorica Dancila antreten. Die Politikerin, die bis vor einer Woche Regierungschefin war, kam nach dem Teilergebnis mit 23,8 Prozent auf Platz zwei.

Johannis begrüsste das Ergebnis als eindeutiges Votum gegen Dancilas Partei PSD: «Noch nie haben die Rumänen so umfangreich und so klar gegen die PSD gewählt. Für Rumänien bedeutet dies einen enormen Schritt nach vorne», sagte Johannis am Sonntagabend. Für die Stichwahl am 24. November rief er die Rumänen auf: «Kommt zur Wahl, damit ihr die PSD endgültig beiseite drängt.»

Dancila war von Januar 2018 bis vor einer Woche Ministerpräsidentin Rumäniens und war per Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. Sie vertrat eine von der EU und Johannis heftig kritisierte Justizpolitik, die Kritikern zufolge korruptionsverdächtige Politiker begünstigte. Ihr Nachfolger wurde Ludovic Orban, Vorsitzender der bürgerlichen Partei PNL, die den parteilosen Johannis unterstützt.

Kampf gegen Vetternwirtschaft

Iohannis-Anhänger hoffen, dass die von der EU kritisierten Rückschritte bei der Korruptionsbekämpfung nun wieder aufgehoben werden. Zudem versprach Johannis, zusammen mit der neuen Regierung die Vetternwirtschaft zu bekämpfen, die Infrastruktur zu verbessern, EU-Gelder besser abzurufen und die öffentlichen Dienstleistungen wie das Gesundheits- und das Bildungswesen zu reformieren.

Die Wahlbeteiligung lag bei 47,66 Prozent und damit unter jener der Präsidentenwahl von 2014, die 52,31 Prozent betrug. Johannis könnte davon profitieren, dass den Angaben nach mehr Rumänen in Städten als in ländlichen Gebieten ihre Stimme abgaben. In Rumänien wählen Städter eher bürgerlich-liberal. Hingegen ist in den Dörfern traditionell die PSD von Dancila stark.

Eine Rekord-Wahlbeteiligung zeichnete sich bei den im Ausland lebenden Rumänen ab. 673'073 Auslandsrumänen gaben ihre Stimme ab. Anders als früher war diesmal eine Stimmabgabe per Briefwahl möglich, zudem durfte im Ausland bereits seit Freitag gewählt werden. Bei früheren Wahlen war es in Konsulaten zu Tumulten gekommen, weil der Andrang so gross war.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 11.11.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Iohannis vor!

    Ich wünsche ihm viel Erfolg! Das Land braucht einen starken Deutschen, der es aus der Korruption hinausführt.

  • Mrs am 11.11.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Let's do it again !!!

    Dankeschön fürs Mitmachen... am 22 bis 24 kommt 2te Abstimmung ... Venii la V ot !!!

  • Roger Campos am 11.11.2019 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 11.11.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Iohannis vor!

    Ich wünsche ihm viel Erfolg! Das Land braucht einen starken Deutschen, der es aus der Korruption hinausführt.

  • Mrs am 11.11.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Let's do it again !!!

    Dankeschön fürs Mitmachen... am 22 bis 24 kommt 2te Abstimmung ... Venii la V ot !!!

  • Lobpreiset den am 11.11.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Seidenkrawatten Messias

    Der letzte Präsident wollte die Korruption verfassungsmässig legalisieren. Mal abwarten was dieser Messias mit Designeranzug und Seidenkrawatte bringen wird.

    • Polenta am 11.11.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      Go Ioannis

      Ioannis ist schon Präsident, also wissen die Rumänen, dass sie von ihm mehr erwarten können als von Dancila. Dancila ist Kandidatin von Ceacescus Post-Kommunisten, die sich heute Sozialdemokraten nennen.

    • Knapp am 11.11.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      Begrifflichkeit

      Der letzte Präsident ist der aktuelle. Das war der Premierminister...

    • Daisy am 11.11.2019 14:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lobpreiset den

      Ich verstehe nicht ganz, was Sie da schreiben wollen. Viel Ahnung scheinen Sie jedenfalls nicht zu haben...

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  • Roger Campos am 11.11.2019 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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    • Ganjaflash am 11.11.2019 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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