Nahost-Konflikt

24. März 2011 11:41; Akt: 24.03.2011 12:34 Print

Israel reagiert mit Luftangriffen auf Raketen

Die Gewalt im Gazastreifen zwischen Israeli und Palästinensern ist wieder entfacht: Nach Raketenfeuer auf israelisches Gebiet hat Israel mehrere Ziele im Gazastreifen beschossen.

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Die israelische Luftwaffe soll Ausbildungszentren und Schmugglertunnel beschossen haben. (Bild: AFP)

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Als Reaktion auf Raketen- und Mörserfeuer hat die israelische Luftwaffe palästinensischen Polizeiangaben zufolge am Donnerstag mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Unter anderem seien Ausbildungszentren und Schmugglertunnel militanter Palästinenser getroffen worden. Verletzte gab es den Berichten zufolge nicht.

Bei einem Bombenanschlag an einer Bushaltestelle in Jerusalem waren am Mittwoch eine 60 Jahre alte Frau getötet und mehr als 20 Menschen verletzt worden. Wie von britischer Seite bestätigt wurde, handelte es sich bei der Getöteten um eine Britin. Israelischen Polizeiangaben zufolge war sie als Touristin unterwegs.

Der israelische UN-Botschafter Meron Reuben protestierte in einem Schreiben an den Weltsicherheitsrat und an UN-Generalsekretär Ban KiMoon gegen den Anschlag und den Beschuss. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, diese Angriffe mit deutlichen Worten zu verurteilen.

Zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist die schlimmste Gewalt seit mehr als zwei Jahren entfacht. Im Dezember 2008 hatte Israel auf monatelange Raketenangriffe mit einer dreiwöchigen Offensive im Gazastreifen reagiert. Dabei wurden rund 1400 Palästinenser getötet, darunter hunderte Zivilisten. Bei den Angriffen kamen auch 13 Israelis ums Leben.

Netanjahu droht mit scharfer Reaktion auf Angriffe

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte militante Palästinenser, den «eisernen Willen» Israels nicht auf die Probe zu stellen. Er kündigte eine scharfe Reaktion auf Angriffe auf sein Land an, äusserte aber gleichzeitig die Hoffnung auf eine Wiederherstellung der Ruhe.

Unterdessen nahmen nach Angaben der Extremistengruppe Islamischer Dschihad palästinensische Sicherheitskräfte zehn ihrer Mitglieder im Westjordanland fest. Unter den Festgenommenen seien zwei Anführer der Extremistengruppe im Westjordanland. Festnahmen von Mitgliedern des Islamischen Dschihads sind selten. Üblicherweise zielen Razzien auf die Hamas ab - den Rivalen der von Präsident Mahmud Abbas geführten Fatah, die das Westjordanland kontrolliert.

(ap)