Terrorangriff in Kenia

22. September 2013 10:46; Akt: 22.09.2013 14:33 Print

Israelische Einheit stürmt Einkaufszentrum

Beim Terrorangriff auf ein Einkaufszentrum in Nairobi sind fast 60 Menschen getötet worden. Unter den Verletzten befindet sich eine Schweizerin. Jetzt hat eine israelische Spezialeinheit das Gebäude gestürmt.

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Bei dem Angriff von Islamisten auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist eine Schweizerin verletzt worden. Dies teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntagvormittag der Nachrichtenagentur SDA mit.

Die Schweizer Botschaft in Nairobi stehe mit den Angehörigen der Frau und mit den lokalen Behörden in Kontakt. Aus Datenschutzgründen gibt das EDA keine weiteren Details bekannt, wie es hiess.

Bei dem Angriff auf das Einkaufszentrum wurden nach neusten Angaben mindestens 59 Menschen getötet, wie das kenianische Innenministerium am Sonntagmorgen mitteilte. Ausserdem gebe es mehr als 300 Verletzte, teilte der Chef des kenianischen Roten Kreuzes, Abbas Gullet, am Sonntag mit.

Israelische Spezialeinheit greift in Drama ein

Am frühen Sonntagnachmittag hat eine israelische Spezialeinheit nach Angaben aus Sicherheitskreisen in das Geiseldrama eingegriffen. «Die Israelis sind gerade reingegangen, um die Geiseln und Verletzten zu retten», sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

Das Einkaufszentrum gehört zum Teil einem israelischen Eigentümer. Israelische Interessen waren in Kenia schon mehrfach Ziel von Anschlägen.

Im November 2002 gab es zwei gleichzeitige Angriffe bei Mombasa. Dabei wurde eine Rakete auf einen gerade abhebendes israelisches Passagierflug abgefeuert, die ihr Ziel aber verfehlte. Fast gleichzeitig fuhr ein mit Sprengstoff beladenes Auto in ein Hotel, das einen israelischen Eigentümer hat. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben.

Racheakt der islamistischen Al-Schabaab-Miliz

Mehrere Angreifer waren am Samstag in die Westgate Shopping Mall eingedrungen und hatten das Feuer auf Besucher und Angestellte eröffnet. Danach verschanzten sie sich mit mehreren Geiseln in dem Gebäude. Die Regierung hatte am Samstagabend zunächst von 39 Toten und 150 Verletzten gesprochen.

Die islamistische Al-Schabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia bekannte sich zu dem Angriff. Die Tat ist demnach ein Racheakt für die Beteiligung des kenianischen Militärs an der Bekämpfung der Islamisten in Somalia.

EU bietet Hilfe an

Wie viele Menschen die Angreifer in ihrer Gewalt hielten, war am Sonntag weiter unklar. Am Sonntagmorgen waren heftige Schusswechsel aus dem Gebäude zu hören. Kurz zuvor hatte die kenianische Armee ihr Truppenaufgebot rund um das Einkaufszentrum verstärkt.

Die Europäische Union (EU) reagierte mit einem Hilfsangebot auf den Anschlag. «Die Europäische Union bietet den kenianischen Behörden volle Unterstützung an, um mit der Situation fertig zu werden», teilte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton am Sonntag in Brüssel mit.

«Wir wollen das Äusserste tun, um dazu beizutragen, dass solche Angriffe künftig verhindert werden.» Ashton erklärte, sie sei schockiert über die Attacke auf unschuldige Bürger.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • yarrak hasan am 22.09.2013 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kreuzritter

    unglablich wie viele pseudo intellektuelle islamhasser hier kommentieren! wie wurde christentum den weltweit verbreitet? friedlich wie sichs jesus gewünscht hätte oder aufzwingen und abschlachten und vergewaltigen um an die rohstoffe in amerikas, afrika, asien und australien ran zukommen!?

  • Bünzli am 22.09.2013 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verhältnis

    60 Menschen starben... Wenn interessiert das? Aber EINE SCHWEIZERIN wurde VERLETZT.... oh mein Gott!!!!

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  • Beobachter am 22.09.2013 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wann nehmen EU Muslime Stellung?

    Es wird Zeit das die toleranten und friedlichen Muslime (die echten Muslime) endlich Stellung nehmen. Wir soollten keine Religion in Europa dulden die Krieg und Terror predigt. alle Religionsschriften sollten angepasst werden und Dinge wie "den Glaubme mit dem Schwert verbreiten" sollte strikt verboten sein. aus dem Koran streichen oder zwingend interpretieren und erklaeren. Das gilt fuer alle Religionsbuecher. Keine andere Religion hat so eine Interpretation. Wann handeln die Muslime und aendern den Aufruf zur Gewalt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 22.09.2013 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    @Pazifist

    >Immer auf andere zeigen Was in der Geschichte einmal geschah, das ist heute sicher auch nicht zu rechtfertigen, doch bereits geschehen unter den damaligen Vorstellungen von Moral, Recht u Religion. Diese vergangenen Geschichten als fingerzeigenden Vergleich zu gebrauchen, ist völlig falsch, da alle heutigen Opfer davon nichts haben u sicher auch keinen Wert drauf legen, wer oder was die Kreuzzüge damals auslöste oder zu verantworten hatte, auch wenn die heutigen Terrosisten im Kern ihrer Ideologie gleich oder ähnlich handeln.

  • Hani Estermann am 22.09.2013 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr seit so geile Politiker

    An unsere Regierung in Bern schickt weiter Miliarden in diese Länder so so könnt ihr unserer Bevölkerung weiter den rentensatz kürzten

  • Chv am 22.09.2013 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber aufräumen

    Heute in Kenia gleichzeitig in Pakistan wo Islamische Extremisten unschuldige Menschen dahinschlachten. Der Islam muss sich nicht wundern das wir ein Burkaverbot und ein Moscheverbot wollen. Die gläubigen friedlichen Islamisten sind unfähig in den eigenen Reihen aufzuräumen und so Extremisten zu finden , verurteilen und zu bestrafen. Bis der hinterletze Islam Gläubige nur noch Frieden verbreitet.

  • Hans Fischer am 22.09.2013 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soviel zum Thema Toleranz

    Hatte mal eine Mitarbeiterin aus Pakistan die sich zu sagen traute, dass ich nicht den rechten Glauben habe. Welches ist denn der richtige Glaube? Sowas selber entscheiden zu dürfen ist eines der Grundrechte hier in der Schweiz und wem das nicht passt, soll dorthin gehen wo ein solches Rechtsverständnis gilt und er soll dort bleiben, solche Ansichten sind hier nicht gefragt.

  • Israil100 am 22.09.2013 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einheit von Mossad israelische Geheimdienst ?:/

    Ich glaube das Israel wusste dass al schabab Miliz angreifen würden eine ,israelische Einrichtungen oder Israelis als Ziel . Und die Israelis sind sehr intelligente Menschen wie man mit Terror bekämpft wiesen sie schon. Es kann vielleicht sein dass Mossad Einheit im Nairobi waren.