Sieg für Tierschützer

18. Februar 2011 06:22; Akt: 18.02.2011 09:38 Print

Japan bricht Walfang ab

Japan hat den Walfang in der Antarktis vorzeitig für beendet erklärt und ruft die Schiffe zurück. Grund sind die Angriffe von Tierschützern. Die geben sich siegesgewiss - und wollen nicht aufgeben.

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Die Jagd müsse beendet werden, um die Sicherheit der Besatzungen und Schiffe zu gewährleisten, hiess es vom japanischen Fischereiministerium. Wann die Schiffe zurückkehren, ist noch nicht klar.

Die Regierung in Tokio hatte den Walfang schon in der vergangenen Woche nach mehreren Protestaktionen von Tierschützern vorübergehend ausgesetzt. Die Jagd wurde am 10. Februar aus Sicherheitsgründen gestoppt, wie es hiess.

Die Jagd begann im Dezember und sollte ursprünglich noch einige Wochen dauern. Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd hatte in den vergangenen Wochen immer wieder die japanische Walfangflotte in der Antarktis behindert.

Rund 200 Tiere erlegt

Japan darf nach den Regeln der Internationalen Walfangkommission jedes Jahr eine gewisse Anzahl Wale - in diesem Jahr sind es 945 Tiere - töten, wenn dies zu wissenschaftlichen Zwecken geschieht. Die Japaner konnten nur rund ein Fünftel der erlaubten Menge erlegen.

Das Fleisch darf jedoch für den Verzehr verkauft werden. Nach Ansicht von Kritikern ist dieser Verkauf aber der wahre Grund für die Jagd.

Sea Shepherd bejubelt Sieg

Die Organisation Sea Shepherd, die von den Japanern als Terrorgruppe bezeichnet wird, nannte die Absage des Walfangs einen Sieg. Die Organisation will mit drei ihrer Schiffe die japanische Flotte eskortieren.

«Wir werden die Region nicht verlassen, bis der letzte Walfänger abgezogen ist», sagte der Kapitän eines der Boote. Man habe das Leben hunderter Wale gerettet, freute sich die Organisation auf ihrer Website. Auch Australien, das ebenfalls den Walfang beendet sehen will, begrüsste die japanische Entscheidung.

Im nächsten Jahr werde man den Druck weiter aufrechterhalten, kündigte die Gruppe an. «Wir sind jedes Jahr stärker geworden», sagte Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson.

(ast/sda/ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • objektic am 18.02.2011 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Gute Sache !

  • Besserwisser am 18.02.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch

    945 Tiere töten für "Wissenschaftliche Zwecke". Das macht dann 2.59 tote Wale pro Tag! Keine Ahnung warum man soviele braucht für "Wissenschaftliche Zwecke". An einem Exemplar können mehrere Sachen "erforscht" werden. Aber eben, solange das Fleisch verkauft werden darf.... :P

    einklappen einklappen
  • Ich am 18.02.2011 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Ich finde sowieso das man mit dem ganzen Theater aufhören sollte und einfach zu Schutz der Tiere ein generelles Fangverbot gesetzlich erwägen sollte den die Wale können ja auch nichts dafür das die Japaner diese Töten nur damit sie dan mehr potenz haben! Und von wegen zu Forschungszwecken die nützen das lasche Gesetz nur aus was wollen die an den Tieren den schon Forschen wie man mehr Potenz bekommt indem mann noch mehr Wale ist!Weniger Sex und mehr Wale retten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • brigitta brunner am 21.07.2011 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Walfang, barbarische Tierquäler

    Unglaublich dass gewisse Länder einfach nichts lernen die Welt daran zugrunde gehen wird, solche Leute hinterlassen eine tolle Welt für ihre Kinder! Japan hat anscheinend nicht gelernt wie China auch, Respektlosigkeit pur! Tierschutzorganisationen weiter so!!!!!

  • hochuli am 18.02.2011 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken ist dringend nötig

    Die Japanische Regierung weiss ganz genau, dass die getöteten Wale in den Restaurants landen und nicht mehr zu Wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden. Die Meere werden ausgefischt und alle werden dafür bitter büssen.

  • Save am 18.02.2011 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    da setzt sich endlich einmal jemand für eine gute Sache ein und erwartet nicht dass auch für ihn etwas dabei herausschaut! *stolzsein*

  • ben am 18.02.2011 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr schön

    Schön zu sehen, dass Sea Shepherd Erfolge verbuchen kann. Da weiss ich wieder, warum ich dieser Organisation Geld spende :-) Wenn Politiker nichts unternehmen, braucht es eben Individuen, welche sich mit Herzblut einsetzen.

  • CH am 18.02.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlose Traditionen

    Das festhaltenan sinnlosen Traditionen kennen wir ja acuh aus der Schweiz. Ich bin froh können die Leute von Sea Shepherd entlich Erfolge ausweisen. Die meisten haben die Augen sowieso verschlossen!