Super-Taifun «Neoguri»

07. Juli 2014 15:36; Akt: 07.07.2014 17:12 Print

Japanische Ferieninseln schlagen Alarm

Einer der stärksten Taifune in den letzten Jahrzehnten bedroht Japan. «Neoguri» rast mit knapp 200 Kilometern pro Stunde auf die Inseln zu.

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Im Südwesten Japans gab es am 10. Juli die ersten Todesopfer. Teile einer zerstörten Brücke, ein Transporter und massenhaft Treibgut liegen im Flussbett des Nashizawa bei Nagano. Sintflutartiger Regen und starker Wind: Passanten in Kawasaki kommen am nur mühsam voran. Betroffen sind auch weitere beliebte Ferieninseln wie hier auf der Insel Okinawa. Der Taifun «Neoguri» sorgte im Ort Uruma für Zerstörung. Die Behörden warnen vor Erdrutschen. Beschädigte Fisch-Käfige an der Küste der südkoreanischen Insel Jeju. Meterhohe Wellen prallten auf die Ostküste Südkoreas. Eine verlassene Strasse auf Okinawa. Am Dienstag, 8. Juli, traf der gewaltige Taifun Neoguri auf die südwestjapanische Inselregion. Eine halbe Million Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In Naha auf Okinawa hat der Taifun mehrere Bäume gefällt. «Neoguri» bewegte sich am Dienstagmittag (Ortszeit) mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde über dem Meer weiter in Richtung Norden. Die Windgeschwindigkeit nahe des Zentrums betrug mehr als 250 Kilometer pro Stunde. Die Schiffe, die im Hafen von Itoman auf der Insel Okinawa festgemacht sind, müssen den heftigen Winden trotzen. Frauen kämpfen am 8. Juli 2014 in der Stadt Naha auf Okinawa gegen die heftigen Regenschauer. Schiffe werden befestigt und in Sicherheit gebracht. Starke Winde werden in der Stadt Naha auf der japanischen Insel Okinawa erwartet. So zieht der Super-Taifun über Japan. Der Taifun «Neoguri» von einem Satelliten aufgenommen.

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Einer der gewaltigsten Taifune seit Jahrzehnten bedroht Japan. Die nationale Meteorologische Behörde gab am Montag für die Insel Miyako im südjapanischen Ferienparadies Okinawa die höchste Alarmstufe aus.

Die Bewohner sind damit aufgefordert, sich unverzüglich vor den lebensbedrohlichen Sturmböen, Regenfällen und hohem Wellengang in Sicherheit zu bringen. «Neoguri» erreichte nahe seines Zentrums Windgeschwindigkeiten von fast 200 Kilometern pro Stunde und näherte sich der auch bei ausländischen Touristen beliebten Inselprovinz. Er könnte Okinawa am Dienstag erreichen.

Die zunächst für die 55'000 Einwohner zählende Insel Miyako ausgegebene Alarmstufe könnte später auf die gesamte Inselgruppe ausgeweitet werden, berichtete der Fernsehsender NHK.

Gefahr von Erdrutschen

So einen starken Taifun habe es im Monat Juli vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben, hiess es. Die rund 81'000 Bewohner der Stadt Amakusa in der Nähe von Nagasaki auf der Hauptinsel Kyushu wurden ebenfalls aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Über Kyushu gingen auch in Folge der Regenzeit bereits heftige Niederschläge nieder. Die örtlichen Behörden warnten die Bewohner vor Erdrutschen und Überflutungen. Der achte Taifun der Saison könnte in den kommenden Tagen auch die japanische Hauptinsel Honshu, wo die Millionen-Hauptstadt Tokio liegt, heimsuchen.

(sda)