Brexit

07. Oktober 2019 02:54; Akt: 07.10.2019 16:52 Print

Johnson beharrt auf EU-Austritt Ende Oktober

Die britische Regierung verlangt von der Europäischen Union Kompromissbereitschaft. Man habe schliesslich ein Angebot gemacht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der britische Premierminister Boris Johnson hat in Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf einen EU-Austritt seines Landes noch in diesem Monat beharrt. Die EU dürfe nicht dem falschen Glauben unterliegen, dass das Vereinigte Königreich über den 31. Oktober hinaus in der Europäischen Union bleiben werde, teilte das Büro des Premierministers am Sonntagabend mit. Johnson forderte demnach Macron auf, «voranzuschreiten», um noch einen Brexit-Vertrag zu erreichen.

«Das Vereinigte Königreich hat ein grosses, wichtiges Angebot gemacht, aber es ist an der Zeit, dass die EU-Kommission auch Kompromissbereitschaft zeigt», sagte ein ranghoher Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. «Wenn nicht, wird das Vereinigte Königreich ohne Abkommen gehen.» Am Mittwoch hatte Johnson einheitliche Regelungen auf der gesamten irischen Insel für bestimmte Bereiche des Handels vorgeschlagen. Ein Wiederaufbau von Grenz- und Zollanlagen soll dabei vermieden werden.

Die Ausgestaltung der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland ist der grösste Streitpunkt in den Verhandlungen. Die «Backstop» genannte Auffanglösung sieht vor, dass die Grenze nach dem EU-Austritt Grossbritanniens durchlässig bleibt, bis eine endgültige Regelung gefunden wird. Allerdings soll Nordirland bis dahin Teil des EU-Binnenmarktes bleiben. Johnson und die Mehrheit des Parlaments in London lehnen dies ab.

(roy)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manu am 07.10.2019 05:53 Report Diesen Beitrag melden

    Volksentscheide

    Man sieht was die Regierenden davon halten. Verschieben, verschieben, vergessen...

    einklappen einklappen
  • Marssohn am 07.10.2019 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fester Termin

    Das einzige, was am 31. Oktober feststeht, ist, das Halloween gefeiert wird.

    einklappen einklappen
  • Profi1 am 07.10.2019 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Go England,go out!

    Das Beste was England in den letzten fünfzig Jahren entschieden hat. No deal out.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adrian kayser am 09.10.2019 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    By by England

    Man sollte die Briten ohne Vertrag gehen lassen ... Das Desaster wird viele treffen die dann rufen werden sie hätten die über die Folgen nichts gewusst.... Aber sie wollten es so Viele Unternehmen werden die Insel verlassen oder haben sie schon verlassen (Dyson) Der wirtschaftliche Absturz ist Programmiert . Schottland wird das Königreich verlassen By by Briten ....

  • Penelope am 08.10.2019 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Gutes hat es

    Nach 3 Jahren Diskussion auf allen Foren hat das Volch endlich gelernt, England und Großbritannien zu unterscheiden. Gratuliere!

  • Patriot am 08.10.2019 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Britische Schwäche

    Ursache des Problems war das Einknicken der britischen Regierung beim Abkommen mit den nordirischen Katholiken und der Republik Irland. Denn London stimmte damals zu das Nordirland in Zukunft über einen Anschluss an die Republik Irland entscheiden darf. Weil die katholische Bevölkerung Nordirlands wächst und die Zahl der Loyalisten schrumpft hat es irgendwann ein katholische Mehrheit die für einen Austritt aus GB stimmen wird. Das widerspricht dem Selbstverständnis des United Kingdoms das einen Alleingang eines Teilstaates nicht dulden kann vor allem nicht mit dem Hintergrund des IRA-Terrors.

  • Typhoeus am 08.10.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich nur noch

    England. Da ist nichts mehr nach dem Brexit, weder Gross noch Commonwealth.

    • Historiker am 08.10.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Typhoeus

      Und das ist gut so.

    einklappen einklappen
  • John am 08.10.2019 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Gut so! Es wird ihnen besser gehen!

    • Adrian Kayser am 09.10.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John

      Kaum viele Unternehmen werden England verlassen... folge Arbeitslosigkeit...

    einklappen einklappen