London

01. Dezember 2019 13:58; Akt: 01.12.2019 13:59 Print

Johnson gibt nach Terror-Angriff Labour die Schuld

Boris Johnson macht die frühere Labour-Regierung für die vorzeitige Haftentlassung des London-Bridge-Attentäters verantwortlich.

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Fremdenführer Stevie Hurst hielt Terrorist Usman Kahn zusammen mit anderen Passanten bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 25-jährige Jack Merrit leitete die Veranstaltung für die Wiedereingliederung von Ex-Häftlingen. Dann wurde er Opfer der Messerattacke durch den verurteilten Terroristen Usman Kahn. Freunde und Familie trauern um den verstorbenen 25-Jährigen. Auf der London Bridge in der britischen Hauptstadt hat die Polizei am 29. November 2019 einen Mann erschossen. In einem Video, das in sozialen Medien kursierte, war zu sehen, wie mehrere Polizisten ihre Waffen auf einen am Boden kauernden Mann auf der Brücke richteten. Ein Mann stellte die Tatwaffe - ein Messer - sicher. Die Behörde spricht von Terrorverdacht. Einem BBC-Reporter zufolge, der am Tatort war, hatten mehrere Menschen versucht, einen Mann zu Boden zu drücken. Dann seien Schüsse gefallen. Ein Polizeisprecher sagte, man gehe davon aus, dass mehrere Menschen bei dem Vorfall verletzt worden seien. Passanten wurden aufgefordert, den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen. Rettungskräfte waren auf dem Weg zum Tatort. Die Brücke wurde von den Behörden zunächst gesperrt. Police on Cannon Street in London near the scene of an incident on London Bridge in central London following a police incident, Friday, Nov. 29, 2019. British police cleared the area around London Bridge in the center of the British capital on Friday after a stabbing and shooting incident that left several people injured. Police said one man had been detained, and witnesses reported seeing a man shot by armed officers. (Kirsty O'Connor/PA via AP) Auf TV-Bildern war zu sehen, wie zahlreiche Menschen das Gebiet fluchtartig verliessen. Die Polizei geht von mehreren Verletzten aus. London Bridge ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem betriebsamen Bahnhof.

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Der britische Premierminister Boris Johnson (Konservative) hat die frühere Labour-Regierung für die vorzeitige Haftentlassung des London-Bridge-Attentäters verantwortlich gemacht. Die Freilassung des Attentäters sei aufgrund von Gesetzesänderungen möglich gewesen, «die von der Labour-Partei vollzogen wurden», sagte Johnson bei der BBC-Talkshow Andrew Marr am Sonntag. Labour regierte in Grossbritannien zuletzt von 1997 bis 2010. Seitdem regieren Johnsons Tories in verschiedenen Konstellationen.

Usman Khan hatte am Freitag zwei Menschen erstochen, bevor er auf der London Bridge von Zivilisten überwältigt und von der Polizei erschossen wurde. Der wegen Anschlagsplänen verurteilte Terrorist war vor einem Jahr unter Bewährung vorzeitig auf freien Fuss gekommen.

Johnson kündigte eine härtere Gangart gegen Schwer- und Sexualverbrecher sowie Terroristen an. Ausser Usman Khan seien etwa 74 weitere wegen terroristischer Aktivitäten verurteilte Gefangene vorzeitig entlassen worden. Diese Fälle würden nun überprüft.

Der Anschlag, bei dem auch drei Menschen verletzt wurden, traf Grossbritannien mitten im Wahlkampf. Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. Johnsons Konservative führen die Umfragen mit grossem Abstand an.

Das reine Mehrheitswahlsystem in Grossbritannien macht Vorhersagen aber sehr schwer. Nur die Kandidaten mit den meisten Stimmen in einem der 650 Wahlkreise ziehen ins Parlament ein. Die Stimmen für unterlegene Kandidaten verfallen.

(sda)