Deutliche Worte

20. Januar 2020 00:55; Akt: 20.01.2020 00:58 Print

Johnson weist Putin harsch zurecht

Am Rande der Libyen-Konferenz in Berlin hat sich der britische Premier kritisch zu seinem russischen Amtskollegen geäussert.

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Der britische Premierminister Boris Johnson hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei deren Treffen in Berlin am Sonntag nach Angaben der britischen Regierung deutlich die Meinung gesagt.

«Es wird keine Normalisierung unserer bilateralen Beziehungen geben, bis Russland die destabilisierende Aktivität beendet, die Grossbritannien und unsere Verbündeten bedroht (...)», sagte Johnson einer Mitteilung des Regierungssitzes Downing Street zufolge am Rande der Libyen-Konferenz. Russland untergrabe den Schutz britischer Bürger und «unsere kollektive Sicherheit», sagte Johnson demnach weiter.

Russland bestreitet «Mordversuch»

Der britische Premier brachte zudem den Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia zur Sprache, den er als «schamlosen Mordversuch an unschuldigen Menschen auf britischem Boden» bezeichnete. London macht Moskau für das Attentat im englischen Salisbury im März 2018 verantwortlich. Der Kreml streitet das ab.

Skripal und seine Tochter, die mit dem in der Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden, überlebten nur knapp. Eine unbeteiligte Frau, die mit dem Gift in Kontakt kam, starb.

Die beiden Politiker trafen in Berlin im Rahmen der Libyen-Konferenz erstmals seit dem Amtsantritt Johnsons im Sommer vergangenen Jahres zusammen.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neumann am 20.01.2020 03:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Johnson kann erzählen was er will, das lässt Putin kalt. Dieser verfolgt beharrlich sein Ziel, seine Macht zu stabilisieren und Russland great again zu machen, indem er vermehrt auf der Weltbühne mitmischt. Wir Europäer täten gut daran, Putin zu absorbieren indem wir ihn vermehrt integrieren, denn wenn wir ihn immer in die Aussenseiterrolle verweisen, haben wir schwaches Europa ihn vielleicht mal im dümmsten Zeitpunkt gegen uns.

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  • Fritz am 20.01.2020 03:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Die Ermordung von Gaddafi war das Ende von Libyen. Schon verblüffend wie dies aber ignoriert wird. Gaddafi gab dem Land Stabilität und Sicherheit; er hatte so viel für das Land getan und es zu einem der wenigen stabilen Staaten Afrikas gemacht. Für die kriminellen Politiker finde ich gar keine Worte und kann über solche Treffen nur lachen.

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  • Hs am 20.01.2020 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene Politik

    Lybien-Konferenz; dieselben die das Chaos dort angerichtet haben, wollen nun die Retter sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Siri Bachmed am 20.01.2020 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Johnson hat keinen Einfluss

    Als hätte der Englische "bei Rot über die Kreuzung Velofahrer" einer Grossmacht irgendetwas zu sagen.

  • TobinRoth am 20.01.2020 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strolch

    Ich hoffe doch, dass Herr Putin sich von diesem Strolch nicht ans Bein pinkeln lässt.

  • Pragmatiker am 20.01.2020 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Johnson wird immer sympathischer!

    Endlich einer, der vor Vladimir dem Grossen nicht in die Hose macht!

  • B. Kerzenmacher am 20.01.2020 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Libyen

    General C. Haftar, der etwa 75 Prozent des Landes kontrolliert, wird nicht kurz vor dem Ziel das ganze Land zu kontrollieren aufgeben. Rüstungskonzerne werden Wege finden, weiterhin ihre Waren zu liefern, obwohl schon genug davon vor Ort ist. R. Erdogan will keinen Einfluss verlieren wegen der Rohstoffe. Und die vielen Familienclans und religiöse Gemeinschaften sind es historisch gewohnt, wer der Stärkere ist, gewinnt. Die kümmern sich nicht um irgendwelche Vereinbarungen.

  • J.Lauber am 20.01.2020 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    V.Putin interessierts herzlich wenig ! Aber B.Johnson ist nicht viel besser !