Vorstoss abgelehnt

18. April 2013 15:35; Akt: 18.04.2013 15:36 Print

Keine Quoten-Chefinnen für deutsche Firmen

Der Frauenanteil in den Teppichetagen von deutschen Unternehmen wird nicht gesetzlich geregelt. Der deutsche Bundestag lehnte einen entsprechenden Gesetzesentwurf ab.

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Die Deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen gibt im Bundestag ihre Stimme ab. (Bild: Reuters/Fabrizio Bensch)

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In Deutschland wird es weiter keine gesetzliche Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen geben. Ein von der rot-grün dominierten Länderkammer vorgelegter Gesetzentwurf für eine solche gesetzliche Vorgabe von 20 Prozent ab dem Jahr 2018 scheiterte am Donnerstag im Bundestag am Widerstand der schwarz-gelben Koalition.

Für den Entwurf stimmten 277 Parlamentarier, dagegen votierten 320 Abgeordnete. Union und FDP wendeten damit ein Scheitern ihres Bündnisses ab. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Frauen in der CDU - unter ihnen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen - gedroht, mit der Opposition für den Antrag zu stimmen, wodurch die Mehrheit der Koalition gefährdet schien.

Freiwillige Regelungen

Die Befürworterinnen hatten sich erst nach massiven Zugeständnissen seitens der Unionsführung besänftigen lassen. Diese sagte zu, eine feste Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte von börsenkotierten Unternehmen ab dem Jahr 2020 ins Wahlprogramm aufzunehmen. In den Jahren davor setzt die Union auf freiwillige Regelungen. Unionsfraktionschef Volker Kauder bekräftigte im Parlament dieses Vorgehen.

Der Aufsichtsrat ist in Deutschland ein Gremium, das die Geschäftsführung eines Unternehmens überwacht. Er wird von den Aktionären beziehungsweise Gesellschaftern eingesetzt. Derzeit sind in Deutschland die Aufsichtsräte durchschnittlich zu 12 Prozent und die Vorstände der grossen Unternehmen zu nicht einmal 5 Prozent mit Frauen besetzt.

(jbu/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thom am 18.04.2013 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Sinne der Frauen ist es besser so.

    Es sind nicht die Frauenqouten, welche der Sache wirklich was bringen. Im Gegenteil, es löst das Problem nicht an der Wurzel. Es braucht dringend Frauenförderung in der Ausbildung, dass diese sich zunehmend sich auch in Männerberufen betätigen. Es hat immer noch zu viele Mädchen die einen klassischen Frauenberuf erlernen, kaum aber typische Männerberufe (z.B: Mechaniker, Automatiker usw.) da würde eine Quote nur dazu führen, dass per forma eine Frau den Job bekommt. Wenn genügend Frauen den Mut haben, den Schritt zu machen, würde es wirklich der Sache dienen. Meine Bemerkung hat aber nichts zur Lohngleichheit zu sagen, da da, je nach Branche, wirklich was unternommen werden muss.

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  • Antonio am 18.04.2013 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Quotengegner

    Das sind doch mal gute Nachrichten. Weiter so.

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  • Stefan am 18.04.2013 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Frauenquote ist Mist

    Nur um klar zu stellen, ich habe nix gegen Frauen, bin für Gleichberechtigung, alles super. Aber, liebe Frauen, die Frauenquote ist ein undurchdachter Mist. Man kann doch nicht verlangen, dass man jemandem wegen der Frauenquote einen Job nicht geben darf, der besser qualifiziert ist? Das geht doch nicht. Was kommt dann als nächstes? Eine Ü50-Quonte? Die hätte wenigstens insofern Hand und Fuss, als dass man ältere, "teurere" Mitarbeiter nicht einfach auf die Strasse setzt. Wäre also für beide Geschlechter gut.

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 18.04.2013 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Entscheidung

    Frauenquote auf gesetzlicher Ebene ist auch abzulehnen, da hier das Geschlecht die Qualifikation benachteiligt. Die Ablehnung der Frauenquote besagt ja nicht die Ablehnung der Frau an sich, sondern lehnt lediglich diese Vorgabe in der alleinigen Begründung zum Geschlecht ab. Feministisch u exorbitant dominierend eingestellte Frauen werden das aber nie kapieren u erneut eine solche Quote zu erzwingen versuchen. Dabei verletzten sie ihr ähnliches eigenes Thema, das der Gleichstellung, gegen das im Prinzip ja auch nichts einzuwenden ist.

  • Guschti am 18.04.2013 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drängelei der Feministinnen

    Das währe auch kompletter Blödsinn -der in Bern schon existiert- denn wo bleibt die Gleichberechtigung und damit die Männerquote? Diese Frauen die meinen sie seien in Unterzahl sind es tatsächlich - beim logisch und konsequent denken.

  • Antonio am 18.04.2013 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Quotengegner

    Das sind doch mal gute Nachrichten. Weiter so.

    • Bruder Motzi am 18.04.2013 18:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Antonio: Yep, genau derselben Mingung

      Es ist falsch, Frauen per Gesetz ins Management zu hieven.

    • Tomas Kout am 19.04.2013 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      Man muss halt alles versuchen

      Wenn Du sonst keine Möglichkeit hast, muss man es mit einem Gesetzesentwurf versuchen. Dieser Schuss ging aber voll durch die Küche!

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  • Thom am 18.04.2013 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Sinne der Frauen ist es besser so.

    Es sind nicht die Frauenqouten, welche der Sache wirklich was bringen. Im Gegenteil, es löst das Problem nicht an der Wurzel. Es braucht dringend Frauenförderung in der Ausbildung, dass diese sich zunehmend sich auch in Männerberufen betätigen. Es hat immer noch zu viele Mädchen die einen klassischen Frauenberuf erlernen, kaum aber typische Männerberufe (z.B: Mechaniker, Automatiker usw.) da würde eine Quote nur dazu führen, dass per forma eine Frau den Job bekommt. Wenn genügend Frauen den Mut haben, den Schritt zu machen, würde es wirklich der Sache dienen. Meine Bemerkung hat aber nichts zur Lohngleichheit zu sagen, da da, je nach Branche, wirklich was unternommen werden muss.

    • Jerem am 18.04.2013 18:11 Report Diesen Beitrag melden

      Frauenquote ja

      Wir haben an den Universitäten mehr Frauen, die ein Studium abschliessen. Wo bleiben sie denn in der Arbeitswelt? Haben Sie wirklich das Gefühl, dass die Topmanager ihre Jobs wegen ihrer Qualifikation erhalten? Nein, das sind Netzwerke, in die sie sogar als Mann nicht reinkommen. Eine Frau ist da absolut chancenlos und darum braucht es eine Quote.

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  • Sascha am 18.04.2013 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Endlich mal eine gute Nachricht ! Diese Idee ist nur Mànnerdiskriminierung !