Attentäter von London

23. März 2017 18:13; Akt: 23.03.2017 19:46 Print

Khalid Masood, 52, Vater, Englisch-Lehrer, Terrorist

Scotland Yard hat die Identität des Attentäters von London enthüllt. Was man alles über ihn weiss.

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Starb an ihren Verletzungen im Spital: Die 31-jährige Andreea Cristea zusammen mit ihrem Freund Andrei Burnaz. Der Attentäter soll Terroristen kopiert haben: Vor dem Westminster in London werden Blumen hingelegt und der Opfer gedacht. (27. März 2017) Fast alle Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuss: Bewaffnete Polizeibeamte patrouillieren in London. (25. März 2017) Die britische Polizei hat ein Foto des 52-jährigen Attentäters Adrian Russell Ajao veröffentlicht. Sie versucht herauszufinden, ob der Mann ganz allein handelte oder ob andere ihn ermutigten, unterstützten oder anleiteten. Es hätte der schönste Tag ihres Lebens werden sollen: Die 31-jährige Andreea Cristea stürzte in die Themse, als das Attentat in London geschah. Auf der Suche nach dem Motiv des Attentäters untersucht die britische Polizei grosse Mengen Material, das bei Razzien im ganzen Land beschlagnahmt worden ist. Londons Bürgermeister Sadiq Khan trauert um die Opfer und legt zu Ehren des getöteten Polizeibeamten Keith Palmer Blumen nieder. Der Tod des unbewaffneten Polizisten hat eine Welle der Solidarität ausgelöst. Zwei Tage nach der Bluttat sind für die Familie des Polizisten bereits mehr als 550'000 Pfund (gut 680'000 Franken) an Spenden zusammengekommen. Gedenkminute im britischen Parlament einen Tag nach dem Attentat. (23. März 2017) Der Name des Attentäters ist publik: Khalid Masood wird nach seiner Tat ärztlich behandelt. (22. März 2017) Die britischen Fahnen wehen am Donnerstag auf halbmast in London. Der Tag nach dem Attentat: Polizisten besprechen sich vor der Westminster-Brücke. Ein Polizist bringt Blumen für den niedergestochenen Berufskollegen mit. Die Trauer ist gross auf der Insel. Polizistinnen legen am Tatort Blumen für die Opfer nieder. (23. März 2017) Jeremy Corbyn, der Chef der Labour Party, gedenkt ebenfalls der Opfer. Eine klare Botschaft aus Indien: «Wir verurteilen die Attacke in London.» Die Normalität in Londons Innenstadt kehrt langsam wieder ein: Ein frisch vermähltes Ehepaar lässt sich von den Greueltaten an gleicher Stätte tags zuvor die Freude nicht nehmen. Sprach sein Beileid aus – und eine Warnung: Recep Tayyip Erdogan. «Vom internationalen Terrorismus inspiriert»: Mark Rowley, Chef der Antiterroreinheit, an einer Medienkonferenz vor der Scotland-Yard-Zentrale in London. (22. März 2017) Riesiges Polizeiaufgebot: Einsatzkräfte in Westminster nach dem Anschlag. (22. März 2017) Eine Stadt steht unter Schock: Polizeifahrzeuge vor dem Big Ben. Nach der Amokfahrt sind die Sicherheitsvorkehrungen in Londons Innenstadt verstärkt worden. London bei Nacht: Polizeiboote partrouillieren auf der Themse. Das Leben werde wie gewohnt weitergehen: Die britische Premierministerin spricht in London zu den Medien. (22. März 2017) Attacke auf das britische Parlament: Ein Auto überfuhr Menschen auf der Westminster Bridge und raste dann in die Umzäunung des Westminster-Palace. (22. März 2017) Die Londoner Polizei gibt nach der Tat eine Medienkonferenz unter freiem Himmel ab. Blick von einer Terrasse auf den Polizeieinsatz mitten in der grossen Metropole. Geschockte Passanten: Touristen und Einheimische werden nach den Vorgängen rund um das Parlamentsgebäude evakuiert. Nach der Amokfahrt herrschte Chaos auf der Westminster-Bridge. Im Riesenrad «London Eye» gegenüber dem Parlamentsgebäude sassen Personen während mehrerer Stunden fest. Verletzte Personen werden betreut. Polizisten begleiten Verwundete. Beamte sperren die Strasse zum Westminster-Palast ab. Das Parlamentsgebäude wurde gesperrt. Ein Rettungshelikopter steht bereit.

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Der Attentäter von London hat drei Menschen getötet, 40 weitere sind beim Angriff verletzt worden. Er selbst wurde von der Polizei angeschossen und starb später im Spital.

Bilder von ihm gab es schon direkt nach der Attacke. Jetzt haben die Ermittler auch seine Identität offiziell enthüllt: Er heisst Khalid Masood und ist 52 Jahre alt. Er soll zudem mehrere falsche Identitäten benutzt haben.

Vater und Lehrer

Masood wurde in Kent geboren, der Grafschaft im Südwesten von England. Die Polizei geht davon aus, dass er zuletzt bei Birmingham lebte.

Laut «Sky News» war Masood verheiratet, hatte drei Kinder und gab an, Englisch-Lehrer zu sein. Die BBC schreibt dies ebenfalls.

«Er sah aus wie ein Bodybuilder», sagt ein Bekannter. Er sei «ein sehr religiöser, wortgewandter» Mann gewesen. Und ein Konvertit. Diese Informationen verbreiten derzeit mehrere britische Medien. Bestätigt sind sie allerdings noch nicht.

Lange Verbrecher-Karriere

Masood war den Ermittlern seit längerem bekannt – unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Waffenbesitz und Störung der öffentlichen Ordnung. Erstmals wurde er im November 1983 wegen Sachbeschädigungen verurteilt. Das letzte Mal im Dezember 2003, weil er ein Messer auf sich getragen hatte. Die «Daily Mail» nennt ihn einen «Karriere-Kriminellen».

Der Geheimdienst MI5 hatte Masood wegen Extremismus auf dem Radar. Die Details dazu sind noch unklar. Die Geheimdienste sollen allerdings keine Informationen gehabt haben, dass Masood einen Terror-Anschlag plante: Er war nicht auf einer MI5-Liste von 3000 potentiellen Terroristen.

(hal)