Ernüchternder UNO-Bericht

06. Februar 2019 14:25; Akt: 06.02.2019 14:25 Print

Kim versteckt seine Raketen in Flughäfen

Pyongyang versteckt Raketen laut UNO in zivilen Einrichtungen. Damit soll verhindert werden, dass sie durch mögliche Luftangriffe der USA zerstört werden könnten.

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Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm ist nach Einschätzung von UN-Experten nach wie vor «intakt». Nordkorea nutze unter anderem zivile Einrichtungen wie Flughäfen, um ballistische Raketen zusammenzubauen und zu testen. Damit wolle Pyongyang verhindern, dass die Raketen durch mögliche Luftangriffe der USA zerstört würden.

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Zu diesen Erkenntnissen kommt ein Bericht an den UN-Sicherheitsrat, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.
Mehr noch: Die Sanktionen gegen das international isolierte Land seien weitgehend «ineffektiv», beklagen die UN-Experten. So erhalte Nordkorea weiter illegale Öllieferungen, verkaufe Kohle und verstosse gegen das Waffenembargo.

Unter anderem versuche die Führung des Landes, Waffen nach Syrien, an die Huthi-Rebellen im Jemen, nach Libyen und in den Sudan zu liefern. Finanzsanktionen seien nur unzureichend umgesetzt und würden massiv umgangen.

Treffen in Vietnam geplant

Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur eine vollständige nukleare Abrüstung zugesagt, sich aber nicht auf Details festgelegt. Die US-Geheimdienste haben zudem grosse Zweifel, dass Kim wirklich vollständig nuklear abrüsten will.

Der ernüchternde UNO-Bericht wurde vor einem geplanten zweiten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un an den UN-Sicherheitsrat übergeben. So hatte Trump am Dienstagabend in seiner Rede vor dem Kongress in Washington angekündigt, sich Ende des Monats mit dem nordkoreanischen Machthaber für zwei Tage in Vietnam zu treffen. Seine Nordkorea-Diplomatie, sagte Trump, habe einen drohenden Krieg abgewendet.

Am Mittwoch wird der US-Sondergesandte Stephen Biegun zu Gesprächen in Pyongyang erwartet.

(gux/afp)