Nordkorea

11. September 2019 03:13; Akt: 11.09.2019 04:22 Print

Kim hat «extragrosses System» getestet

Nordkorea hat bestätigt, einen erneuten Test unter Aufsicht des Machthabers durchgeführt zu haben. Es ist der achte innerhalb kurzer Zeit.

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Nordkorea hat nur wenige Stunden nach einem an Bedingungen geknüpften Gesprächsangebot an die USA erneut Raketen getestet, wie das Land inzwischen bestätigt hat. Man habe ein «extragrosses Mehrfach-Raketenwerfer-System» getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich beaufsichtigt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Das Raketenwerfer-System wurde demnach schon vor zwei Wochen getestet. Auch bei einem Waffentest am Dienstag habe Kim vor Ort Anweisungen gegeben, schrieb KCNA.

Das südkoreanische Militär hatte am Dienstag den Abschuss von zwei «nicht identifizierten Projektilen» in Nordkorea vermeldet. Die Geschosse wurden demnach in der Provinz Süd-Pyongan abgefeuert und stürzten nach 330 Kilometern ins Meer. In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea bereits mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert, obwohl Uno-Resolutionen dem Land jeglichen Test ballistischer Raketen verbieten.

Warnung vor Spannungen

Der Nationale Sicherheitsrat in Seoul äusserte, ähnlich wie schon bei den nordkoreanischen Raketentests in den vergangenen Woche, grosse Besorgnis wegen des neuen Tests. Der Generalstab rief das abgeschottete Nachbarland auf, Aktionen zu unterlassen, die zu weiteren Spannungen führen könnten.

In Südkorea wurde spekuliert, Nordkorea könnte mit den neuen Raketentests den Druck auf die USA erhöhen wollen, auf seine Forderungen im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm einzugehen. Nordkoreas Vize-Aussenministerin Choe Son Hui hatte am Montag deutlich gemacht, dass ihre Regierung weiterhin von Washington neue Vorschläge erwarte, die Pyongyang zufrieden stellen müssten.

Neues Treffen ungewiss

Sie sagte, dass bilaterale Arbeitsgespräche Ende dieses Monats stattfinden könnten. Ihr Land sei zu Gesprächen über alle Probleme bereit, über die beide Seiten bisher diskutiert hätten. US-Präsident Donald Trump nannte die Botschaft aus Pyongyang «interessant», liess aber zunächst offen, ob es bald zu einem Treffen kommen könnte.

Trump hatte sich bei einem kurzen Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze darauf geeinigt, Arbeitsgruppen zur Abrüstung in der Region zu bilden. Doch solche Gespräche zwischen beiden Seiten kamen bisher nicht zustande. Im Februar war ein Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim gescheitert.

Nordkorea leidet unter harten Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist. Zuletzt hatte Nordkorea auch wieder eine Reihe von Raketen, darunter auch ballistische Kurzstreckenraketen, getestet. Anlass waren gemeinsame Militärmanöver der USA mit Südkorea.

Uno-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts ballistischer Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Igel am 10.09.2019 04:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach gesagt

    Der Kim muss solche Sachen machen. Um seinem Volk etwas Vorgaukeln zu können was gar nicht ist. Seine Glaubwürdigkeit würde herabgesetzt. Und gegenüber dem Ausland so Beweisen das Er Kampfbereit wäre. Mein Fazit ein nie endendes Theater. Um den Sitz behalten zu können.

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  • EMMM am 10.09.2019 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Nordkorea hat nur wenige Stunden nach einem an Bedingungen geknüpften Gesprächsangebot an die USA erneut Raketen getestet. Zwei «Projektile» seien nach dem Start aus einer Region nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang in Richtung Japanisches Meer geflogen)) Na klar, Zuerst heisst es Raketen, dann Projektile. Ja was nun?

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  • Martin Detling am 10.09.2019 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat er

    Er hat Atombomen und deshalb wird das Land nicht mit krieg überzogen wie lybien, Irak...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roberto am 11.09.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Raketen Kim

    Was ich mich schon lange Frage ist von wo hat der Kim das Know-How für solche Waffen zu entwickeln und zu bauen ? Entwickeln das seine eigene Ingenieure oder wird das ganze Know-How eingekauft von China oder Russland ?

  • Bob am 11.09.2019 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er hat Mut!

    Und wieder einmal führt er den amerikanischen, was auch immer er sein soll,vor! Und wieder wird nichts passieren, nur die Europäer kuschen immer wenn was von Ihn kommt! Danke Kim du zeigst uns was Stärke ist!

  • Cat's Eye am 11.09.2019 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stark

    Wenn in userer Politik auch Leute mit Rückgrat sitzen würden und nicht Technokraten die die ganze Zeit vor Geld in den Kniefall gehen würden.. Das wäre mal was.

  • seven am 11.09.2019 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das arme Meer

    muss den ganzen Schrott von dem Kim auch noch erdulden! Alles wird verseucht ohne Rücksicht auf die weitere Zukunft.

  • Jerome am 11.09.2019 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Diktatur stürzen

    Kim testet Raketen, während viele Nordkoreaner kaum etwas zu essen haben. Das Gesicht von Kim ist vom vielen Alkohol gekennzeichnet. Wenn sich das Volk in Nordkorea zusammenschliesst, hätten sie eine Chance, die Diktatur zu stürzen.