Peru

23. August 2010 07:51; Akt: 23.08.2010 07:56 Print

Kindersoldaten beim «Sendero luminoso»

Die peruanische Guerilla Leuchtender Pfad rekrutiert laut einem Bericht der Armee auch Kinder. Diese müssten kämpfen und würden auch als Drogenhändler eingesetzt.

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Mitglieder des «Leuchtenden Pfades», die 2007 von der Polizei festgenommen wurden (Bild: Keystone)

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Peruanische Menschenrechtsgruppen hatten sich bereits vergangenes Jahr an die Vereinten Nationen (UNO) gewandt und auf die Kindersoldaten in den Reihen der Rebellenorganisation hingewiesen. Jetzt scheint dies das Militär laut dem für das südliche Apurimac-Tal zuständige Armee- General Leonel Cabrera zu bestätigen.

Der Leuchtende Pfad («Sendero luminoso») hatte 1979 in Peru einen «Volkskrieg» zum Umsturz der herrschenden Klasse ausgerufen. In dem folgenden 20-jährigen Bürgerkrieg starben Schätzungen zufolge mehr als 70 000 Menschen.

Unter dem peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori (1990-2000) wurde die Organisation nahezu zerschlagen. Zahlreiche Rebellenführer wurden festgenommen und verurteilt. Seither sei der Leuchtende Pfad verstärkt im Drogenhandel und beim illegalen Abholzen von Wäldern aktiv, sagte Cabrera.

(sda)