Behörden entwarnen

25. März 2014 01:24; Akt: 25.03.2014 15:30 Print

Kranker in Kanada hat kein Ebola

Kürzlich starben 64 Menschen in Westafrika am hochansteckenden Virus. Auch in Kanada vermutete man einen Ebola-Fall, die Behörden gaben aber Entwarnung.

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Im Westafrikanischen Guinea und in Liberia sind in der letzten Woche 64 Personen an Ebola gestorben. (Bild: AFP/Christophe Simon)

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Der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung bei einem aus Liberia nach Kanada zurückgekehrten Mann hat sich nicht bestätigt. Das hätten Tests ergeben, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag mit. Der Mann sei allerdings sehr krank und bleibe auf der Isolierstation des Krankenhauses in Saskatchewan.

Die Angehörigen befänden sich in Quarantäne. Die Symptome seien erst nach der Rückkehr in Kanada aufgetreten, fügte sie hinzu. Wegen der Inkubationszeit bestehe daher nicht die Gefahr, dass Mitreisende im Flugzeug infiziert worden seien.

Der Mann hatte Symptome, die dem Krankheitsbild bei Ebola ähnelten. Im westafrikanischen Guinea waren Krankheitsfälle bekanntgeworden. Dutzende Menschen wurden in den vergangenen Tagen positiv auf das Virus getestet. Mindestens 59 von ihnen starben daran. Die meisten Fälle wurden aus den drei südlichen Provinzen des Landes gemeldet, die an Sierra Leone und Liberia grenzen.

Ebola breitet sich in Afrika aus

Bisher war das Virus stets in Afrika aufgetreten. Im westafrikanischen Guinea tötete es in den vergangenen Wochen mindestens 59 Menschen. Ausserdem wurden sechs Verdachtsfälle im benachbarten Liberia – fünf davon endeten tödlich – und zwei Fälle in Sierra Leone gemeldet. Wenn sich der Verdachtsfall in Kanada bestätigt, wäre dies die erste Ausbreitung des Virus ausserhalb von Afrika.

Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig vom Erregerstrang. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus.

(sda)