Italien

14. April 2015 14:35; Akt: 20.04.2015 14:53 Print

Küstenwache rettet 7000 Flüchtlinge

Seit Freitag versuchen erneut Tausende Afrikaner in teils klapprigen Booten die EU zu erreichen. Mindestens elf Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.

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Migranten kommen in einem Rettungsboot im sizilianischen Hafen Porto Empedocle an. (Bild: Keystone/AP/Calogero Montanalampo)

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Vor der italienischen Mittelmeerküste sind seit Freitag mehr als 7000 Flüchtlinge aus meist seeuntüchtigen Booten gerettet worden. EU-Migrationssprecherin Natasha Bertaud sagte am Dienstag, mehr als die Hälfte der Menschen sei noch an Bord der Bergungsschiffe und auf dem Weg nach Italien. «Bis jetzt wurden elf Leichen geborgen.»

Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika – meist über Libyen – hat damit ein noch nie dagewesenes Ausmass erreicht. Im vergangenen Jahr versuchten mehr als 280'000 Menschen, in der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben in die EU zu gelangen.

Vom Flüchtlingsstrom überfordert

Viele Flüchtlinge kommen aus den Konflikt- und Kriegsgebieten Syriens, Eritreas und Somalias. Libyen, von wo sie von Menschenschmugglern oft in klapprige Boote verfrachtet werden, ist inzwischen selbst in bürgerkriegsähnliche Zustände versunken.

Die Küstenwachen der EU-Mittelmeeranrainer sind von dem Flüchtlingsstrom überfordert. Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopolous sagte am Dienstag Europaabgeordneten, die Grösse des Zustroms sei «leider die neue Norm und wir müssen uns darauf einstellen».

(sda)