Koalitionsgespräche in Österreich

30. November 2017 11:47; Akt: 30.11.2017 15:18 Print

Kurz macht drei Fehler in Tweet zur Bildungspolitik

Der österreichische Kanzlerkandidat wollte sich eigentlich nur kurz zu den Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ äussern. Doch dabei sind ihm gleich drei Fehler unterlaufen.

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Die Koalitionsgespräche zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich laufen sechs Wochen nach den Wahlen weitgehend harmonisch. Am Dienstag konnten der ÖVP-Chef Sebastian Kurz und der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch in der Bildungspolitik einen gemeinsamen Nenner finden.

Bei der Verkündung des Fortschritts unterlief dem jungen Kanzlerkandidaten aber ein Malheur. «Haben klares Bekenntis (sic!) zum differenziertem (sic!) & leistungsförderndem (sic!) Schulsystem», teilte Kurz am Dienstag kurz nach 19 Uhr auf Twitter mit. Der fehlerhafte Tweet wurde mittlerweile gelöscht. In der Nacht auf Mittwoch lieferte Kurz die korrigierte Version.

Viele Österreicher mussten über den fehlerhaften Tweet des Kanzlerkandidaten schmunzeln. Im Speziellen zielten die Kommentare darauf ab, dass Kurz die Fehler just in einer Nachricht zur Bildungspolitik unterlaufen sind. «Das ist jetzt aber doch ziemlich lustig», meinte etwa ORF-Moderator Armin Wolf. In einem speziell populären Tweet fragt sich eine Nutzerin, ob die Eltern des jungen Politikers nun zum Gespräch mit dem Lehrer müssten.

Türkis-Blau ist sich in der Bildungspolitik besonders beim vielfach betonten Thema «Deutsch vor Schuleintritt» einig. In einem verpflichtenden zweiten Kindergartenjahr sollen Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, nachlernen. Vor dem Eintritt in die Volksschule soll ihr Sprachniveau in einem Gespräch getestet werden. Zusätzlich sollen verpflichtende Nachmittags- und Sommerkurse eingeführt werden.

«Wir wollen es besser als Deutschland machen»

Generell erscheint eine Regierungsbildung der Konservativen mit den Rechtspopulisten wahrscheinlich. Es gebe viele Fortschritte, versicherte Kurz bereits vor einer Woche in Wien. «Alle ziehen an einem Strang», so der 31-Jährige. Kurz hofft auf einen Abschluss der Gespräche noch vor Weihnachten, wollte aber keinen Zeitdruck aufbauen.

FPÖ-Chef Strache sagte, eine inhaltliche Einigung stehe im Vordergrund. «Wir beide wollen es besser als Deutschland machen. Da können Sie sich sicher sein», sagte er dazu.

(mch/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Darwin am 30.11.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Genial!

    Ihr Journis seid ja soo genial. Schreibt eine Meldung ab, ohne den Tweet selbst zu lesen. So übersieht mann dann auch den viel haarsträubenderen Syntaxfehler am Ende. Die ersten drei sind Folgefehler. Hätte er statt "zum" einfach "zu" geschrieben, hättet ihr nicht mal IRGENDWAS gemerkt.

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  • MG7 am 30.11.2017 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Dafür macht er alles andere besser! Go Kurz!

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  • Londongirl71 am 30.11.2017 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr Fehler

    Ähhhhh Bekenntnis ist doch auch falsch......fehlt ein Buchstabe :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kürzel am 01.12.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Orthografie und Kurz's Weitblick

    Welch kleinkariertes Denken der Nationen. Alles wird zum Gespött. Jedes Mäuschen findet einen Schlupf. Doch ein Politiker ist auf Gedeih und Verderb den Medien und Kritikern ausgeliefert. Armes Europa, wohin geht die Reise?

  • Dirk am 01.12.2017 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist los?

    Was eiern die in Österreich so lange rum? Womöglich kriegen die Deutschen es noch fertig, vor den Ösis eine Regierung zu bilden, obwohl die Wahlen später waren.

  • Richi B. am 01.12.2017 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Hauptsache die Regierung kommt zu Stande und die Rechtspopulisten erstarken weiter.

    • Ösi am 01.12.2017 08:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richi B., so?

      Wer das möchte, wünscht sich auch das Jahr 1933 zurück.

    • Tim am 01.12.2017 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ösi

      ohje wir leben im jetzt,schon gemerkt? Dieser Vergleich hinkt so was von.

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  • trulla am 01.12.2017 00:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach dem Motto:

    Früher wusste ich nicht wie man Inschenör schreibt, heute bin ich einen.

  • marko 32 am 30.11.2017 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

    • Travelin am 01.12.2017 12:00 Report Diesen Beitrag melden

      @marko 32

      Was ist super? Dass er mehr als ein Wort schreiben kann. Zwar mit viel Fehler, aber immerhin.

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