CELAC-Allianz

03. Dezember 2011 09:38; Akt: 03.12.2011 09:45 Print

Lateinamerika winkt vereinte Zukunft

Die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) ist gegründet. Am Gipfel hoffen die Staatspräsidenten auf «das Jahrzehnt Lateinamerikas».

storybild

Die Präsidenten der lateinamerikanischen Staaten winken in die Kameras. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit einem Aufruf zu Einheit und Solidarität ist bei einem Gipfel in Venezuela die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) gegründet worden. Dem Bündnis gehören 33 Staaten mit insgesamt rund 550 Millionen Einwohnern an.

«Das ist die Zeit, das ist das Jahrzehnt Lateinamerikas», sagte Mexikos Präsident Felipe Calderón am Freitag im Teatro Teresa Carreño in Caracas. Fundament der neuen Organisation müssten die gemeinsamen Werte und Prinzipien der Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sein.

Kubas Präsident Raúl Castro sagte nach seiner Ankunft in Caracas, die CELAC-Gründung könne zu einem der «wichtigsten Ereignisse» der vergangenen 200 Jahre werden. «Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir eine Organisation für unser Amerika», sagte der Bruder des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro.

Die Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños (CELAC) besteht aus den Mitgliedern der 1948 gegründeten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), allerdings bewusst ohne die USA und Kanada.

Einheit für Südamerika

Venezuelas linker Präsident Hugo Chávez zeigte sich überzeugt, dass die CELAC im Laufe der Jahre die «alte OAS» hinter sich lassen werde. Die OAS sei stets von den USA dominiert gewesen und habe sich mit der Zeit «abgenutzt».

In seiner über einstündigen freien Rede erinnerte Chávez an Pläne des Freiheitshelden Simón Bolívar für die Einheit Südamerikas.»Wir legen hier den Grundstein für die Einheit, die südamerikanische Unabhängigkeit. Nur die Einheit macht uns frei», rief der 57-Jährige seinen Amtskollegen zu.

Chávez will mit seiner Rolle als Gastgeber auch demonstrieren, dass er von seiner Krebserkrankung genesen ist. Er ist seit fast 13 Jahren an der Macht und steht im Oktober 2012 erneut vor Präsidentschaftswahlen.

In Caracas wollen die Teilnehmer des bis Samstag dauernden Gipfels eine Deklaration verabschieden und ein Arbeitsprogramm für die CELAC festlegen. Die nächsten Konferenzen sollen 2012 in Chile, 2013 auf Kuba und 2014 in Costa Rica stattfinden.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jose Miranda am 03.12.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ob das gut gehen wird?

    Wir erleben gerade den Zusammenbruch von der EU!Kann das wirklich gut gehen? Dafür spricht, dass wir eine gemeinsame Sprache (Spanisch), eine gemeinsame Religion (Katholizismus) und eine gemeinsame Geschichte (spanische Eroberung) haben!

    einklappen einklappen
  • Erwinb Erb am 03.12.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie und Freiheit Vers.Südamerika

    In welcher Zeit leben wir!!! Fundament der neuen Organisation müssten die gemeinsamen Werte und Prinzipien der Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sein. Wie können Länder wie: Nicaragua, Venezuela, Cuba etc. die diese Aussage mit Füssen treten, Mitgründer einer an sich guten Idee sein? Für mich ist die Legitimation einer solchen Organisation ein Hohn der echten Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Erwinb Erb am 03.12.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie und Freiheit Vers.Südamerika

    In welcher Zeit leben wir!!! Fundament der neuen Organisation müssten die gemeinsamen Werte und Prinzipien der Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sein. Wie können Länder wie: Nicaragua, Venezuela, Cuba etc. die diese Aussage mit Füssen treten, Mitgründer einer an sich guten Idee sein? Für mich ist die Legitimation einer solchen Organisation ein Hohn der echten Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit!

  • Jose Miranda am 03.12.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ob das gut gehen wird?

    Wir erleben gerade den Zusammenbruch von der EU!Kann das wirklich gut gehen? Dafür spricht, dass wir eine gemeinsame Sprache (Spanisch), eine gemeinsame Religion (Katholizismus) und eine gemeinsame Geschichte (spanische Eroberung) haben!

    • Mike am 03.12.2011 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Portugiesischer Einfluss

      Portugiesen hast du vergessen!

    • Roland am 03.12.2011 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      Hoffnung

      Bemerkenswert ist, dass in Südamerika sowohl sozialistische wie auch kapitalistische Staaten nie das Bedürfnis hatten Mauern zu bauen. Klar Streiten die Machthaber untereinander und drohen sich. Aber die Bevölkerung, die "Latinos", haben ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl wie es weder Europäer noch Nordamerikaner haben.

    • Silva am 04.12.2011 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      Bodenschätze

      Jose Mirada, hast was vergessen, wir haben das was EU fehlt, und das ist Bodenschätze!!!

    einklappen einklappen