Syrien

08. Dezember 2011 06:52; Akt: 08.12.2011 08:42 Print

Leidet Assad unter Realitätsverlust?

In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC bestritt der syrische Präsident Baschar al-Assad jegliche Verantwortung an den Massakern in seinem Land. Die USA reagierten postwendend.

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Baschar Al-Assad mit der ABC Nachrichtenfrau Barbara Walters. (Bild: Keystone/AP)

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Die USA haben dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad Realitätsverlust vorgeworfen. Assad habe entweder «jegliche Macht verloren oder sich komplett von der Realität abgekoppelt», sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums zu einem am Mittwoch ausgestrahlten Interviews Assads.

In dem Interview mit dem US-Sender ABC News hatte Assad jede Verantwortung für die blutige Unterdrückung der Proteste in seinem Land zurückgewiesen. Assad beharrte darauf, den Tod von tausenden Zivilisten bei der Niederschlagung der Proteste nicht befohlen zu haben. «Keine Regierung der Welt ermordet ihr eigenes Volk, es sei denn, sie wird von einem Verrückten geführt», betonte Assad.

Der Sprecher des US-Aussenministeriums sagte dazu, es gebe eine «deutliche Kampagne gegen friedliche Demonstranten», für die «Assad und seine Kumpane» letzten Endes zur Rechenschaft gezogen würden. Washington halte an seiner Position fest, dass Assad alle Glaubwürdigkeit verloren habe und zurücktreten müsse.

(sda)