Ebola-Virus

31. Juli 2014 01:21; Akt: 31.07.2014 01:29 Print

Liberia lässt Schulen schliessen

Die tödliche Ebola-Epidemie greift in Liberia um sich. Jetzt hat die Regierung die Massnahmen verschärft: Alle Schulen werden geschlossen, entbehrliche Staatsangestellte bleiben zu Hause.

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Im Bemühen um eine Eindämmung der tödlichen Ebola-Epidemie ergreift Liberia weitere Schutzmassnahmen: Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf ordnete am Mittwoch die Schliessung der Schulen im Land an. Zudem werde sie dem für diese Woche geplanten Afrika-Gipfel in Washington fernbleiben, um bei der Bekämpfung der Krise zu helfen, kündigte Sirleaf an.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Staatschefin die Schliessung der grössten Grenzübergänge angeordnet und strikte Quarantäne über von der Krankheit betroffenen Gemeinden verhängt. Etliche Airlines haben ihre Flüge in das westafrikanische Land ausgesetzt.

Schärfste je verhängte Massnahme gegen die Seuche

«Wir müssen handeln, um die Ausbreitung zu stoppen», sagte Gesundheitsminister Lewis Brown der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Mit der Durchsetzung der Massnahmen wurden die Sicherheitskräfte beauftragt. Alle Behördenmitarbeiter, die nicht unbedingt nötig sind, werden einen Monat lang in den Zwangsurlaub geschickt.

Es handelt sich um die schärfsten Massnahmen gegen die Seuche, die ein westafrikanisches Land erlassen hat. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind bei dem Ausbruch in Liberia, Guinea und Sierra Leone 672 Menschen ums Leben gekommen. Knapp ein Fünftel der Todesopfer sind in Liberia gezählt worden. Informationsminister Brown rief die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf. «Wir brauchen dringend jede Hilfe, die wir erhalten können.»


Fieber und innere Blutungen

Mindestens 129 Menschen sind in Liberia bislang an Ebola gestorben. Die Infektionskrankheit hat in Westafrika bereits zu mehr als 672 Todesfällen geführt.

Ebola ist eine der tödlichsten und ansteckendsten Krankheiten der Welt. Es gibt kein Heilmittel. Das Virus löst eine infektiöse Fiebererkrankung aus, die von Blutungen begleitet wird. Mehr als die Hälfte der Infizierten stirbt.

(ann/sda)