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01. April 2015 22:08; Akt: 01.04.2015 22:09 Print

Lubitz wurde in Ausbildung psychiatrisch begutachtet

Die Lufthansa liess den Co-Piloten nach der Unterbrechung seiner Ausbildung psychiatrisch untersuchen und gab 2009 ein Gutachten in Auftrag. Mehr dazu im News-Ticker.

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Am 24. März 2015 stürzte eine Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ab. 150 Personen kamen ums Leben. Der Pilot Andreas Lubitz hatte das Flugzeug absichtlich abstürzen lassen. Der Pilot hatten den Airbus 320 vor dem Crahs absichtlich beschleunigt. Der Flugdatenschreiber bestätigt: Der Co-Pilot der zerschellten Germanwings-Maschine hat das Flugzeug in den Minuten vor dem Absturz mehrfach beschleunigt. Die Suche nach dem zweiten Flugschreiber stand lange im Fokus der Rettungsarbeiten. Die zweite Blackbox sollte wichtige Erkenntnisse liefern. Trümmerfeld in den französischen Alpen. Die Bergungsarbeiten in dem unwegsamen Gelände gestalten sich schwierig. Die Suche nach den Opfern des Absturzes läuft auf Hochtouren. Das steile Gelände erschwert die Arbeit. Überall liegen Gegenstände der Opfer. Rettungskräfte bergen die Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen. Das Bergen der Germanwings-Opfer belastet die Rettungskräfte sehr. Die Arbeit ist physisch und psychisch schwierig. Daher werden nur erfahrene Leute eingesetzt. Trümmerteil mit der deutschen Flagge. Ein Helikopter überfliegt das Trümmerfeld. Angehörige der Opfer treffen am 26. März mit Bussen in der südfranzösischen Gemeinde Seyne-les-Alpes nahe des Absturzortes ein. Vor Ort fand eine erste Gedenkfeier und Kranzniederlegung statt. Die Rettungskräfte halten die Flaggen der Länder, aus denen die Opfer stammen. Ungefähr zeitgleich durchsuchten Ermittler am Donnerstag, 26. März, die Wohnung von Lubitz. Er soll in einer Wohnung in Düsseldorf gewohnt haben. «In unseren schlimmsten Albträumen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass sich so eine Tragödie in unserem Konzern ereignen könnte», sagte Lufthansa-CEO Carsten Spohr an einer Pressekonferenz. Die französische Staatsanwaltschaft informierte über die Absturzursache: Ein Unfall wird ausgeschlossen. Der Co-Pilot war während des Sinkfluges bei Bewusstsein und antwortete bewusst nicht auf sämtliche Kontaktversuche. Die Trümmer des Airbus sind über vier Hektaren verteilt. Einige Schüler haben sich vor dem Joseph-König-Gymnasium im deutschen Haltern versammelt. Der Chef der französischen Luftfahrtbehörde, Rémi Jouty, sagte an einer Pressekonferenz, dass aus der gefundenen Blackbox brauchbare Audiodateien extrahiert werden konnten. Nun müssen sie noch analysiert werden. Die Bergungskräfte sind in dem unwegsamen Gelände am Absturzort des Germanwings-Fluges angekommen. Die Maschine ist in viele einzelne Teile zerborsten, was die Bergung erheblich erschwert. Die Wrackteile sind überall verstreut. Mehrere Helikopter machten sich am Mittwoch auf den Weg zur schwer zugänglichen Unglücksstelle. Im Alpenort Seyne sind Helfer und Journalisten vor Ort. Eine der beiden Blackboxes des abgestürztes A320. Der am Dienstag geborgene Stimmrekorder wurde nach Paris zur französischen Luftfahrtermittlungsbehörde BEA gebracht. Die Germanwings-Maschine ist beim Absturz in sehr kleine Teile zerbrochen. Die Toten sollen nicht mehr am Mittwoch geborgen werden, im Vordergrund steht die Suche nach der zweiten Blackbox, dem Flugdatenschreiber. «Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt», sagte Brice Robin, Staatsanwalt von Marseille. Am Joseph-König-Gymnasium in Haltern ist der Schock riesig. Zahlreiche Kerzen wurden vor der Schule niedergelegt. Ulrich Wessel, der Rektor des Gymnasiums, gab am Mittwoch eine Pressekonferenz: «Eine fröhliche Fahrt endete in einer Tragödie.» Ein Kondolenzbuch liegt im Berliner Dom aus. Die Fahnen sind bei Lufthansa und Germanwings auf Halbmast. Um 10.53 Uhr legten die Airlines eine Schweigeminute für die Opfer ein. Ein Bild der Absturzstelle zeigt die Trümmer des Airbus. Überall liegen Trümmerteile. Das Flugzeug ist im Gebirge zerschellt. «Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts ausser Trümmern und Leichen», twittert Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence. Helikopter überfliegen die Unglücksstelle. Die Absturzstelle liegt an einer schwer zugänglichen Stelle im L'Estrop-Massiv. 144 Passagiere und sechs Crewmitglieder waren an Bord der abgestürzten Maschine der Germanwings. Es gibt keine Überlebenden. Die Maschine war in Barcelona gestartet und auf dem Weg nach Düsseldorf. Die Retter werden abgeseilt. Die Einsatzkräfte versammeln sich nahe der Absturzstelle in Seyne-les-Alpes. Insgesamt sind Hunderte Personen aufgeboten. Es handelt sich um Helikopter der französischen Luftwaffe und der Zivilschutzdienste. Auch Mitglieder der Gendarmerie sind vor Ort. Die Leichen der Opfer sollen vorläufig in einer Sporthalle in Seyne-les-Alpes aufbewahrt werden. Es könne einige Zeit dauern, bis die Rettungskräfte an der Unglücksstelle ankämen, heisst es in französischen Medien. Teenager versammeln sich vor dem Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See, wo die Opfer zur Schule gingen. 16 Schüler und zwei Lehrer waren an Bord der Unglücksmaschine. Die Unglücksmaschine soll in kurzer Zeit sehr viel Höhe verloren haben, die Piloten hätten kein Notsignal abgegeben, melden französische Medien. Einsatzkräfte in der Nähe des Absturzortes. Die Absturzstelle befindet sich an einer schwer zugänglichen Stelle. Ein Leser hat das Unglücksflugzeug bei einem Anflug auf Zürich fotografiert. Der französische Präsident François Hollande begrüsst das spanische Königspaar. König Felipe und Königin Letizia befanden sich zum Absturzzeitpunk bereits in Frankreich auf einem Staatsbesuch. Spanier und Deutsche befanden sich an Bord des Flugzeugs. Eine Angehörige wartete in Düsseldorf auf die verunglückte Maschine aus Düsseldorf. Die Angehörigen werden von Flughafenmitarbeitern betreut. Ein Care-Team betreut die wartenden Angehörige am Flughafen Düsseldorf. Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf. «Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Crew», sagt Carsten Spohr, CEO der Lufthansa. Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um diesen Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings - hier zu sehen bei einem Anflug auf Zürich, fotografiert von Leser Stefan Siegenthaler. Die Unglücksstelle liegt im Süden Frankreichs.

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Die Lufthansa will den Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes solange helfen, wie es nötig ist. Das kündigte Unternehmenschef Carsten Spohr bei einem erneuten Besuch mit Germanwings-Chef Thomas Winkelmann an der Unglücksstelle in den französischen Alpen an.

Zu den neuen Details über die Erkrankung des Co-Piloten äusserte sich Spohr am Mittwoch nicht. Der Konzernchef dankte allen Einsatzkräften, Helfern und Anwohnern vor Ort. In Le Vernet nahe der Unglücksstelle versprach er: «Wir helfen nicht nur diese Woche. Wir möchten solange helfen, wie Hilfe benötigt wird.»

Germanwings-Chef lobt Retter

Spohr zeigte sich «tief beeindruckt von der Professionalität, der Energie, dem Mitgefühl und der Sympathie». Auch Helfern und Anwohnern sagte er Hilfe der Lufthansa zu, die Folgen des Absturzes in der vergangenen Woche zu bewältigen.

Die gute Zusammenarbeit mit den französischen Verantwortlichen sei eine grosse Hilfe für Lufthansa und das Tochterunternehmen Germanwings.

Auf Fragen gingen Spohr und Winkelmann nicht ein. Anschliessend fuhren sie ab. Sie sollten nach Lufthansa-Angaben später in Marseille noch mit Angehörigen von Opfern zusammenkommen.

Lufthansa wusste von Depression

Der Airbus war am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand in den französischen Alpen zerschellt. 150 Menschen starben. Der 27 Jahre alte Co-Pilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet. Für den Unglückstag war er krankgeschrieben.

Am Dienstagabend hatte die Lufthansa mitgeteilt, dass der Copilot die Lufthansa schon während seiner Ausbildung über eine «abgeklungene schwere depressive Episode» informiert hatte. In einer E-Mail habe der damalige Flugschüler 2009 die Verkehrsfliegerschule in Bremen unterrichtet. «Die Unterlagen wurden erneut durchgesehen inklusive der E-Mails», erläuterte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main am Mittwoch.

Bereits bekannt war, dass der Co-Pilot des Germanwings-Flugs 4U9525 in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten gehabt hatte.

Gottesdienst in Haltern

In der westfälischen Stadt Haltern kamen etwa 500 Menschen zum Gedenken in der Halterner St.-Sixtus-Kirche zusammen. «Jeder in der Stadt kennt jemanden, der betroffen ist», sagte der katholische Pfarrer Martin Ahls während des ökumenischen Gottesdienstes.

Erwartungsgemäss waren sehr viel mehr Menschen gekommen, als die Kirche fassen konnte. Predigt, Redebeiträge und klassische Musik wurden deswegen über Lautsprecher auf den Marktplatz übertragen, wo Hunderte Menschen Graupelschauern und Sturmböen trotzten. Unter den Opfern der Tragödie sind 16 Schüler und 2 Lehrerinnen eines Halterner Gymnasiums.

Medienberichte über Handy-Video

Das französische Magazin «Paris Match» und «Bild» berichteten von einem Video, das die letzten Sekunden an Bord der Maschine dokumentiere. Das Speichermedium mit dem Video sei am Unglücksort gefunden worden. Die Szenerie sei «chaotisch und völlig verwackelt», auch seien keine Personen identifizierbar. Es seien Schreie zu hören und in mehreren Sprachen der Ausruf «Mein Gott».

Der französische Ermittler Brice Robin erklärte dazu, keines der am Absturzort von Polizisten sichergestellten Mobiltelefone sei bisher zur Auswertung verschickt worden. Alle würden in Seynes-les-Alpes verwahrt, sagte Robin zu Reuters. Er habe keine Kenntnis, ob andere Personen Mobiltelefone an der Absturzstelle aufgelesen hätten.

Dort wurden weiter persönliche Gegenstände der Toten gesichert. Die Bergung der Opfer wurde nach Angaben der Gendarmerie am Dienstag abgeschlossen. Ausserdem ging die Suche nach dem Flugdatenschreiber weiter.

(sda)