Krise

01. April 2019 05:13; Akt: 01.04.2019 14:01 Print

Maduro rationiert den Strom

Venezuela ist immer wieder von massiven Stromausfällen betroffen. Der Staat reagiert nun - auch mit einer Verkürzung der Arbeitstage.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro will angesichts der massiven Stromausfälle 30 Tage lang den Strom rationieren. Der Linksnationalist sagte am Sonntag im Staatsfernsehen, es müsse ein «Gleichgewicht» zwischen Produktion, Transport und Verbrauch von Strom im ganzen Land hergestellt werden. Der Schwerpunkt solle darauf liegen, die Wasserversorgung sicherzustellen.

Maduro räumte ein, dass viele Venezolaner seine im Fernsehen und Radio übertragene Ansprache nicht verfolgen können - weil sie am Sonntagabend wieder einmal ohne Strom waren.

Schulen bleiben geschlossen

In Venezuela ist es seit Anfang März wiederholt zu massiven Stromausfällen gekommen, die weite Teile des südamerikanischen Krisenstaates lahmlegten. Maduro führt die Stromausfälle auf «Sabotage» der Opposition und der USA zurück. Oppositionsführer Juan Guaidó macht dagegen die Regierung, fehlende Wartung der Infrastruktur und Missmanagement für die Probleme verantwortlich.

Vor Maduros Ankündigung von Stromrationierungen hatte Kommunikationsminister Jorge Rodríguez angesichts der Versorgungsengpässe eine Verkürzung der Arbeitstage bekanntgegeben. In Unternehmen und Behörden soll der Arbeitstag demnach fortan um 14 Uhr enden. Die Schulen sollen weiterhin geschlossen bleiben.

(roy/afp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Globemaster am 01.04.2019 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues...

    Als ich im Frühjahr 2013 in Venezuela war, wurde der Strom bereits in den Bundesstaaten ausser der Hauptstadt Caracas rationiert: planmässig mehrmals pro Woche wurde der Strom abgestellt. Jetzt betrifft es neu einfach auch vermehrt die Haupstadt und die Blackouts dauern länger und sind auch ausserplanmässig.

    einklappen einklappen
  • KlarteXter am 01.04.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind immer die anderen!

    Die Tatsache dass der Strom schon seit Jahren mal mehr mal weniger rationiert wird, spricht dafür, dass das System nicht mehr gewartet wurde, resp. das E-Netz unter der Kontrolle von Militärs ist welche das Handwerk nicht verstehen. Wie einfach ist es da für Maduro, von seinem eigenen Versagen abzulenken und den Erzfeind im Norden die Schuld zu geben! Die europäischen Linken plappern das dann gerne nach.

  • Cavi33 am 01.04.2019 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untergang in Raten

    Wann wird dieser Gauner endlich abgesetzt, verstehe die Armeefährung nicht. Anscheinend sind die noch schlimmer als Der Maduro-Clan. frage mich was die Russen an Maduro haben, die Chinesen brauchen das Öl.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jorge Caputo am 01.04.2019 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nur fliegen

    Es tut weh so ein schönes Land leiden zusehen.

  • Ken R. Nellen am 01.04.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Hochspannung

    Wenn Maduro etwas Sinnvolles für Venezuela tun wollte, müsste er bloss dem Sozialismus den Stecker ziehen und sich selbst ausschalten.

  • Sarek vom Vulkan am 01.04.2019 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeit

    Das der Herr geht. Und überhaupt wundert es mich das es noch keine Bürgerkriegs Ähnliche Zustände gibt dort!

  • Juanita am 01.04.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Diktator maduro

    Diktator Nicolas Maduro Der Staatschef ist Juan Guaido.

  • David Stoop am 01.04.2019 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bald Nordkorea

    Da das Militär Maduros Kurs bis zum Ende tragen will, wird dies wohl auf ein neues Nordkorea rauslaufen.