Ostallgäu D

20. Mai 2019 08:28; Akt: 20.05.2019 09:55 Print

Vater und Tochter sterben bei Explosion in Wohnhaus

In Rettenbach am Auerberg D ist am Sonntag nach einer Explosion ein Wohnhaus eingestürzt. Mehrere Menschen wurden verschüttet – zwei konnten nur noch tot geborgen werden.

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Nach der Explosion in einem Wohnhaus im Ostallgäu haben Bergungskräfte zwei Leichen geborgen. Vermutlich handelt es sich um den vermissten 42 Jahre alten Familienvater und seine sieben Jahre alte Tochter, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten am Montag mit.

Eine 39-jährige Frau konnte am Sonntagmittag als einzige Überlebende schwer verletzt von Rettungskräften geborgen werden. Es handelt sich laut Polizei um die Ehefrau des 42-Jährigen und die Mutter des getöteten Mädchens.

Spürhunde und Kamerasonde im Einsatz

Insgesamt bis zu 350 Einsatzkräfte hatten am Abend und in der Nacht nach den Vermissten gesucht. Das Technische Hilfswerk baute Scheinwerfer auf, um die Unglücksstelle ausleuchten zu können. Neben Spürhunden waren auch Spezialisten mit einer Kamerasonde im Einsatz. Nach der Räumung von Resten des Daches mit schwerem Gerät mussten sich die Helfer mit den Händen weiter vorarbeiten.

Zunächst hatte die Polizei befürchtet, dass bei der Explosion des dreistöckigen Gebäudes in einem Wohngebiet sogar sieben Menschen verschüttet worden sein könnten - denn so viele Menschen waren als wohnhaft in dem Haus gemeldet: ein kinderloses Paar sowie eine fünfköpfige Familie.

Ursache unklar

Wie sich später herausstellte, lebte in der zweiten Wohnung aber nur noch eine alleinstehende Frau. Die zwei Söhne des Ehepaars befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion ebenso wie die Bewohnerin derEinliegerwohnung nicht im Haus. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

Durch die Detonation war das Dach des dreistöckigen Wohnhauses bis auf das Erdgeschoss herunter gestürzt. Insgesamt 15 Anwohner mussten die umliegenden Häuser verlassen. Ein Haus wurde schwer und ein weiteres leicht beschädigt. Mehrere davor geparkte Fahrzeuge wurden zerstört. Zur Unglücksursache übernahm die Kriminalpolizei Kempten die Ermittlungen.

(sda/afp)