Zeuge erkannte Frank N.

27. September 2019 18:57; Akt: 28.09.2019 09:47 Print

Täter von Göttingen wurde gefasst

In Göttingen hat ein 52-Jähriger seine 44-jährige Ex-Partnerin erstochen und angezündet. Er war der Polizei zuvor bereits bekannt.

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Ein Mann hat am Donnerstag im deutschen Göttingen eine Frau während eines Streits attackiert und getötet. Unter dringendem Tatverdacht steht der 52-jährige Frank N., der laut «Bild» seine 44-jährige Ex-Freundin mit einem Feuerlöscher und einem Messer angegriffen und dann angezündet haben soll. Zuvor habe er sie mit Benzin übergossen. Das Opfer verstarb noch vor Ort. Eine Freundin, die helfen wollte, sei verletzt worden. Grund für die Tat soll ein Beziehungsstreit gewesen sein. Das Opfer hatte sich erst kürzlich von N. getrennt.

Wie die «Bild»-Zeitung weiter berichtet, wurde der mutmassliche Mörder am Freitagabend gefasst. Zuvor sei er bei einem Anwalt in Hannover aufgetaucht. Nach einem kurzen Besuch sei er dann wieder verschwunden. Die Polizei bestätigte den Fahndungserfolg auf Twitter kurz vor Mitternacht. Der 52-Jährige sei vor einem Schnellrestaurant in der norddeutschen Stadt Göttingen festgenommen worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Ein Zeuge habe den Tatverdächtigen gegen 22.50 Uhr erkannt und die deutschen Beamten alarmiert. Kurz darauf sei der 52-Jährige überwältigt und festgenommen worden, hiess es von den deutschen Behörden.

Er ist ein verurteilter Sexualstraftäter

Den Behörden ist N. nicht unbekannt: Der Sexualstraftäter wurde bereits drei Mal wegen Vergewaltigung verurteilt, sass insgesamt fast 14 Jahre im Gefängnis. Bereits als Jugendlicher musste er für fast drei Jahre hinter Gitter, später erneut für fünf Jahre. Zuletzt wurde er 1994 zu sechs Jahren Haft verurteilt, 2001 wurde er entlassen.

Beinahe wäre er am Freitagmorgen bereits geschnappt worden, als er am Bahnhof Elze in Niedersachsen gesehen wurde. Naas habe in einem Metronom-Zug gesessen und die Scheibe eingeschlagen, als er die Polizei, die nach ihm fahndet, erblickte. Wieder gelang ihm die Flucht.

Im Rahmen der Grossfahndung hatte die Polizei sämtliche Zugverbindungen gekappt. Die Unterbrüche betrafen auch den Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn, der unter anderem nach Basel, Interlaken, Zürich und Chur führt. Die Polizei suchte zeitweise auch mit Diensthunden und einem Helikopter nach dem Flüchtigen.

(kat/scl/sda)