Stockholm

30. Januar 2016 16:28; Akt: 31.01.2016 11:20 Print

Maskierte machen Jagd auf Flüchtlinge

Rechtsextreme haben sich in der Nacht auf den Samstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm verabredet, um Ausländer zu verprügeln. Die Polizei konnte vier Angreifer festnehmen.

«Maskierte, die auf Ausländer einschlugen»: Erschreckende Szenen spielten sich in der Nacht auf den Samstag in Stockholm ab. (Video: YouTube)
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In der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben in der Nacht zum Samstag mehrere dutzend maskierte Männer Jagd auf Flüchtlinge gemacht. «Als ich vorbeikam, sah ich eine Gruppe von Maskierten und schwarz Gekleideten, die auf Ausländer einschlugen», sagte ein Augenzeuge der Tageszeitung «Aftonbladet».

Die Polizei meldete vier Festnahmen, darunter ein 46-Jähriger, der einem Polizisten in Zivil ins Gesicht geschlagen hatte. Die Polizei war vorab über die Verabredung von rechtsextremistischen Gruppen für die Aggression am Sergels Torg informiert – einem grossen Platz im Zentrum Stockholms, der als Treffpunkt von Jugendlichen, Obdachlosen und jungen Einwanderern bekannt ist.

«Kindern aus Nordafrika verdiente Strafe erteilen»

Deshalb wurden in der Gegend starke Polizeieinheiten zusammengezogen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer gewalttätigen Vereinigung eingeleitet. Der Polizei lagen am Samstag keine Strafanzeigen vor.

Auf Flugblättern riefen die Organisatoren des Treffens dazu auf, «Kindern aus den Strassen Nordafrikas ihre verdiente Strafe zu erteilen». Die Website Nordfront, die zur Neonazi-Bewegung SMR gehört, sprach von 100 Hooligans, die an dem Treffen teilgenommen hätten.

(bee/sda)