Norwegen

24. Juni 2017 22:16; Akt: 24.06.2017 22:16 Print

Massenmord von Utøya wird Spielfilm

Der norwegische Regisseur Erik Poppe will das Massaker auf der Ferieninsel vor rund sechs Jahren auf Leinwand bringen. Die Angehörigen-Gruppe reagiert mit Vorbehalt.

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Bei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya im Juli 2011 hatte der rechtsextreme Norweger Anders Behring Breivik 77 Menschen getötet. (15. März 2016) Das Massaker fand im Juli 2011 statt: Blumen und Kerzen für die Opfer. Erschöpfte Einsatzkräfte: Polizisten nach der Verhaftung des Attentäters auf der norwegischen Ferieninsel. (24. Juli 2011) Das Luftbild zeigt nach Angaben der Polizei den mutmasslichen Attentäter während des Massakers auf der Insel Utøya. (22. Juli 2011) Offenbar hatte die Polizei Schwierigkeiten, die Insel nach dem ersten Notruf zu erreichen: Anlegestelle der Insel Utøya. (24. Juli 2011) Bange Momente der Angst: Jugendliche beobachten die Spezialeinheiten, die den Attentäter zu fassen versuchen. (22. Juli 2011) Rettungskräfte bergen Leichen auf der Insel Utøya. (23. Juli 2011) Dutzende Retter stehen bereit: Beim Attentat auf der Insel Utøya sind über 80 meist Jugendliche ums Leben gekommen. (23. Juli 2011) Am Tag nach dem Terrorakt: Rettungskräfte begutachten die Insel Utøya. (23. Juli 2011) Norwegens Premierminister Jens Stollenberg tröstet Angehörige, die beim Massaker Kinder verloren haben. (23. Juli 2011) Am Tag nach den Anschlägen kam es zu einer zweiten Festnahme: Der junge Mann hielt sich mit einem Messer bei dem Hotel auf, wo Ministerpräsident Stoltenberg zu Überlebenden und Angehörigen sprechen sollte. (23. Juli 2011) Trost nach dem Schrecken: Eine Notärztin mit einer Überlebenden und ihren Angehörigen in der Nähe der Insel Utøya. (23. Juli 2011) Die zugedeckten Körper von Opfern des Attentats auf der Insel Utøya. (23. Juli 2011) Es hätte ein friedlicher Anlass für politisch interessierte junge Menschen werden sollen: Flugaufnahmen des Zeltlagers. (22. Juli 2011) Kurz vor dem Anschlag: Der norwegische Aussenminister Jonas Gahr Store sitzt zusammen mit anderen Gästen auf einer Wiese der Insel Utøya. (22. Juli 2011) Da ahnte noch niemand etwas: Der norwegische Aussenminister spricht vor den Besuchern des Jugendcamps. (22. Juli 2011) Hier geschah der Anschlag: Die norwegische Insel Utøya.

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Der norwegische Regisseur Erik Poppe will die Anschläge des Terroristen Anders Behring Breivik zum Thema eines Spielfilms machen. Gegenüber dem Norwegischen Rundfunk NRK sagte Poppe am Donnerstagabend, der Film solle erzählen, was am 22. Juli 2011 auf der Insel Utøya geschah.

Breivik erschoss an diesem Tag 69 überwiegend junge Menschen, die an einem Sommerlager der Jugendorganisation der Arbeiterpartei (AUF) teilnahmen. Gedreht werden solle aber nicht auf Utøya. Auch die Charaktere sollen keine realen Personen darstellen.

Die Angehörigen-Gruppe und die AUF reagierten mit Vorbehalten auf die Ankündigung. «Mir graut davor, dass der Film kommt, aber gleichzeitig verstehe ich, dass die Geschichte erzählt werden muss», sagte AUF-Chef Mani Hussaini dem NRK. Erik Poppe ist vor allem für seine Filme «Kongens Nei» und «A Thousand Times Goodnight» bekannt.

(nag/sda)