Australien

26. März 2020 20:36; Akt: 26.03.2020 20:36 Print

Massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef

Teile des Great Barrier Reef sind wegen wärmerer Temperaturen erneut von einer massiven Korallenbleiche heimgesucht worden – der dritten binnen fünf Jahren.

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Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrössten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen. Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stossen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln. Das Great Barrier Reef dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344'000 Quadratkilometern aus. Bereits 2016 und 2017 war geschätzt ein Drittel bis die Hälfte der Korallen abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten. Doch nicht alle gebleichten Korallen sterben: Leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen. Die jetzt festgestellte Korallenbleiche ist den Angaben der Behörde zufolge auf wärmere Wassertemperaturen besonders im australischen Sommermonat Februar zurückzuführen. Derzeit beobachten Experten aus der Luft etwa 1000 Riffe, um das gesamte Ausmass der Korallenbleiche einzuschätzen, wie es weiter hiess. Die von Touristen meistbesuchten Riffs im Norden oder in der Mitte des Great Barrier Reef weisen lediglich eine moderate Bleiche auf, wie es hiess. Der Klimawandel stellt der Behörde zufolge nach wie vor die grösste einzelne Gefahr für das Riff dar. Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius stiegen.

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Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrössten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) am Donnerstag mit.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stossen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Nicht alle gebleichten Korallen sterben

Das Great Barrier Reef dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344'000 Quadratkilometern aus und übertrifft damit die Grösse Italiens. Bereits 2016 und 2017 war geschätzt ein Drittel bis die Hälfte der Korallen abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten. Doch nicht alle gebleichten Korallen sterben: Leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen.

Die jetzt festgestellte Korallenbleiche ist den Angaben der Behörde zufolge auf wärmere Wassertemperaturen besonders im australischen Sommermonat Februar zurückzuführen. Derzeit beobachten Experten aus der Luft etwa 1000 Riffe, um das gesamte Ausmass der Korallenbleiche einzuschätzen, wie es weiter hiess. Die von Touristen meistbesuchten Riffs im Norden oder in der Mitte des Great Barrier Reef weisen lediglich eine moderate Bleiche auf, wie es hiess.

Klimawandel fördert Aussterben

Der Klimawandel stellt der Behörde zufolge nach wie vor die grösste einzelne Gefahr für das Riff dar. Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben würden, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius stiegen.

(gab/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • IchDuWir am 26.03.2020 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umkehrmünze

    Immer so positive News. Es wird oft über die guten Dinge berichtet. Ihr solltet auch einmal über negative Begebenheiten berichten. So zum Gleichgewicht.....

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  • Lara am 26.03.2020 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch ist schuld.

    Traurig und verheerend.

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  • Marc am 26.03.2020 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Ich spende regelmässig an WWF und Ocean Care, die sich hier einsetzen. Eine Tragödie für den ganzen Kreislauf.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Patriot am 27.03.2020 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Sind die Australier selber schuld

    Wer gewinnt denn seine Energie fast ausschliesslich aus heimischer Steinkohle und ist somit nach China die grösste Luftverschmutzungsnation?

    • Frager am 27.03.2020 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patriot

      Und wo genau ist der Zusammenhang?

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  • Nemo am 27.03.2020 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten was abgehakt

    Bin 60, bin 20 Jahre sinnlos mit dem Motorrad rumgebrettert, kann man verbieten. War auf Kreuzfahrten, kann man verbieten, bin ziemlich rumgereist, kann man verbieten, aber mein Auto brauche ich noch, kann aber ein vom Kohlekraftwerk betriebenes umweltfreundliches E-Auto sein...

  • Josef am 27.03.2020 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, die Experten.

    90% aller Korallen werden sterben. Mag stimmen. Dafür werden in den Gebieten, die bisher zu kalt waren, neue Korallenriffe entstehen. In den alten Gebieten werden wärmeresistentere Arten überleben. Die Natur jammert nicht, sondern nutzt einfach die neuen Möglichkeiten.

    • Max am 27.03.2020 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef

      Josef, der Experte loool

    • Picard am 27.03.2020 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      Das wird wahrscheinlich so passieren.

      Nur will der Mensch keine Veränderung, auch keine selbstgemachte.

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  • Jaro Bels am 27.03.2020 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hab schon verstanden

    "Luftüberwachungen hätten gezeigt, ...eine gemässigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen" Es ist mir ein Rätsel warum muss ich fast immer nach dem Anklicken eines Artikels zuerst 2 genau gleichen Sätze und einen dritten ähnlichen Satz dazu lesen. Tipp: Wenn man keine Ideen oder wenig Informationen hat, kann der Artikel von mir aus auch kürzer werden liebe Redakteure.

    • Quintatus am 27.03.2020 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Jaro Bels

      Vielleicht fehlt denen auch die praktische Erfahrung, wie beim Sozialismus...

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  • Lavdim am 27.03.2020 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry....

    ...das ist wegen mir ich hab gestern dort reingepinkelt das ist ganz normal macht euch keine Sorgen