Finanzkrise und Obama

20. Oktober 2009 22:15; Akt: 21.10.2009 11:22 Print

Mehr Rassismus in den USA

Die Wirtschaftskrise und der schwarze Präsident Barack Obama verhelfen dem Ku-Klux-Klan zu einem unheimlichen Aufschwung.

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Die weissen Rassisten tragen weisse Kapuzengewänder und hassen alles Fremde. Der Ku-Klux-Klan erlebte seine Hochblüte in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Rund vier Millionen Anhänger zählte damals der rechtsextreme Geheimbund, darunter auch hohe Politiker. Dann ging es kontinuierlich bergab, vor wenigen Jahren waren es noch geschätzte 2000 Unentwegte, die sich dem Clan angehörig fühlten. Dann kam die Finanzkrise und der schwarze Präsident, und heute gibt es bereits wieder 100 verschiedene Klan-Gruppen mit immerhin 9000 Mitgliedern. Experten des angesehenen Southern Poverty Law Center bestätigen: «Rassismus wird durch Ängste vor zu viel Einwanderung, die Wirtschaftskrise und die Wahl eines Schwarzen zum Präsidenten angefacht. Seit 2008 wachsen rassistische Gruppen wieder.» Und Thomas Greven, Spezialist für US-Innenpolitik an der Freien Universität Berlin, sagt dem deutschen «Tagesspiegel»: «Die extreme Rechte in den USA legt zu. Seit Obama gewählt wurde, tummeln sich massenhaft neue Leute in den einschlägigen Internetforen.»

Bereits gibt es wieder Attacken auf Schwarze. Mutmassliche Klan-Mitglieder sprayen Galgenschlingen an Häuser schwarzer Familien. Bis in die 1930er-Jahre haben Klansmänner Schwarze an Bäumen aufgehängt.