Irak

07. Juni 2014 01:41; Akt: 07.06.2014 01:41 Print

Mehrere Anschläge fordern 27 Menschenleben

Im Irak sind bei verschiedenen Anschlägen 27 Menschen getötet worden. Viele der Opfer gehörten der ethnischen Minderheit der Schabak an.

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Bei mehreren Anschlägen im Irak wurden am 6.6.2014 insgesamt 27 Menschen getötet. Hier zu sehen eine Autobombe, die am 4.6.2014 in Kirkuk bereits neun Menschenleben forderte. (Bild: Keystone/Khalil Al-a'nei)

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Bei Anschlägen und Kämpfen im Nordirak sind am Freitag mindestens 27 Menschen getötet worden. Am Abend schlugen mehrere Mörsergranaten in Häuser des schiitischen Dorfes Sabaa al-Bur ein, das 30 Kilometer nördlich von Bagdad liegt. Sieben Menschen wurden getötet und 20 verletzt, teilten die Behörden mit.

Zuvor waren bei Autobombenanschlägen in dem Dorf Tahrawa nahe der Stadt Mossul sieben Mitglieder der ethnischen Minderheit der Schabak in den Tod gerissen worden, wie die Behörden mitteilten. 43 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei einem Kampf um ein Munitionslager töteten Angreifer in Mossul zudem sechs Soldaten. Ferner wurden bei Zusammenstössen in mehreren Vierteln der Stadt rund 360 Kilometer nordwestlich von Bagdad sieben Sicherheitskräfte getötet.

8868 Menschen mussten bereits sterben

Zu den Bombenanschlägen in Tahrawa bekannte sich zunächst niemand. Die Schabak haben eine eigene ausgeprägte Sprache und ein eigenes Glaubenssystem, sie stellen einen Ableger des schiitischen Islams dar. Viele leben in Dörfern östlich von Mossul. Häufig werden sie Opfer von Anschlägen sunnitischer Extremisten, die sie als Glaubensabtrünnige betrachten.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Vereinten Nationen 8868 Menschen bei Anschlägen im Irak getötet.

(sda)