Illegale Einwanderung

25. April 2010 08:22; Akt: 25.04.2010 12:11 Print

Mexiko empört über harsches Gesetz

Ein neues Einwanderungsgesetz im US-Staat Arizona, das die Immigration von Mexikanern kriminalisiert, stösst der mexikanischen Regierung sauer auf.

storybild

Der Protest gegen das umstrittene Gesetz in Arizona nimmt zu. (Bild: Keystone/AP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der mexikanische Präsident Felipe Calderon hat am Samstag das neue Gesetze gegen illegale Einwanderung im benachbarten US-Bundesstaates Arizona verurteilt. Die Initiative, die die Einwanderung von Mexikanern kriminalisiert und erheblich erschwert, ist nach mexikanischer Ansicht ein Hindernis bei der Lösung der Probleme an der gemeinsamen Grenze.

«Die Kriminalisierung der Migration ist weit davon entfernt, die Zusammenarbeit zwischen Mexiko und dem dem Staat Arizona zu fördern,» hiess es am Samstag in einer Erklärung des mexikanischen Präsidentenamtes.

Die Regierung teilte mit, sie werde alle Hebel in Bewegung setzen, um den mexikanischen Migranten zu helfen, die ohne Papiere und ohne Rechte in den USA seien.

Das von der republikanischen Gouverneurin Jan Brewer unterzeichnete Einwanderungsgesetz in Arizona hat auch in den USA landesweite Proteste ausgelöst. Auch US-Präsident Barack Obama kritisierte den Vorstoss.

Das Gesetz erlaubt es der Polizei, Immigranten in dem Grenzstaat zu Mexiko zu verhaften, wenn sie ihre Einreisepapiere nicht bei sich haben. Im begründeten Verdachtsfall können Bürger verdächtige Ausländer auch bei der Polizei anzeigen.

(sda)