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24. Juli 2014 09:12; Akt: 24.07.2014 09:12 Print

Michelle Obamas Recht auf nackte Arme

Michelle Obamas Bizeps schreibt Geschichte – und beschäftigt die Wissenschaft. Eine Professorin widmet ihre Forschung ganz den wohlgeformten Oberarmen der Präsidentschaftsgattin.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Michelle Obamas Arme für Aufregung sorgen. Rund um den Globus schwitzen Frauen in Fitnessstudios, um einen ähnlichen Bizeps zu formen, Fitnessmagazine geben Anweisungen für das «Michelle Obama Workout». Die kräftigen Arme haben ihren Preis: Um 4.30 Uhr morgens soll die First Lady jeden Tag aufstehen, um sich ihrem Fitnessprogramm zu widmen.

Gerne zeigt Michelle Obama ihren trainierten Bizeps auch in ärmellosen Kleidern. Dafür musste sie auch viel Kritik einstecken: Insbesondere konservative Bürger finden ihren Kleidungsstil, der ihre nackten Oberarme zeigt, zu informell und unangebracht, so «Abc News».

Eigene Vorlesung zu Michelles Armen

Jetzt hat auch die Wissenschaft das Thema von Michelle Obamas Oberarmen aufgegriffen: Shirley Tate, Professorin an der britischen Universität Leeds, präsentierte in Südafrika ihre Studie zu den berühmten Armen, berichtet die «Welt». Titel: «Michelle Obamas Arme: Rasse, Respekt und Klassenprivilegien».

Tate thematisiert das «Recht auf nackte Arme» und die damit einhergehende Kontroverse um Michelle Obamas nackte Oberarme. Die Universität von Port Elizabeth in Südafrika hat eigens zu dem Thema eine Vorlesung angesetzt.

Auf Rolle als Schwarze reduziert

Der Kampf um Michelle Obamas «Recht auf nackte Arme» zeige, wie weit die USA noch davon entfernt sei, den Rassismus abgelegt zu haben. «Die First Lady wird immer noch aus der Position einer weissen privilegierten Mittel- und Oberschicht beurteilt», so Tate laut «Times Live».

Auch fragt Tate, ob die Diskussion um Michelle Obamas Arme nicht dazu benutzt werde, die Präsidentengattin auf «ihre Rolle als Schwarze» zu reduzieren.

(cfr)