Österreich

14. November 2019 13:28; Akt: 14.11.2019 13:28 Print

Militärhunde beissen 31-jährigen Hundeführer tot

In einer österreichischen Kaserne ist ein Hundeführer ums Leben gekommen. Er wurde mit zahlreichen Bisswunden von Kollegen aufgefunden.

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Militärhunde haben in einer Kaserne in Österreich einen 31 Jahre alten Hundeführer getötet. Wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Wien mitteilte, haben die Hunde den Unteroffizier allem Anschein nach in der Zwingeranlage attackiert.

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Ein Kollege fand ihn dort mit tödlichen Verletzungen in der Nacht auf Donnerstag. Der 31-Jährige sei am Mittwoch gegen 16 Uhr zum Zwinger gegangen, um die Hunde zu versorgen. Rund acht Stunden später fielen einem diensthabenden Offizier zwei freilaufende Belgische Schäferhunde auf dem Kasernengelände auf.

Zahlreiche Bisswunden

Ein Hundeführer, der die beiden Tiere wieder einsperren wollte, fand dann den toten Kollegen. Der 31-jährige Niederösterreicher wies zahlreiche, teils tiefe, Bisswunden auf. Der Vorfall muss laut Ermittlern zwischen 16 Uhr und 2 Uhr morgens passiert sein. Fest steht: Es waren nicht die Tiere des Hundeführers, sondern «fremde» Hunde. Oberst Michael Bauer vom Bundesheer dazu: «Es ist unerklärlich. Natürlich ist jeder Diensthundeführer des Jagdkommandos in der Lage, sich um andere Hunde zu kümmern. Unsere Untersuchungskommission und die Polizei werden den Fall aufklären.»

Die Erhebungen der Polizei seien bereits angelaufen, teilte das Verteidigungsministerium mit. «Das Bundesheer hat eine Unfallkommission eingerichtet, die unter anderem aus einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Rechtskundigen besteht», heisst es in einer Mitteilung.

Im Österreichischen Bundesheer werden derzeit 70 Militärhunde verwendet. Davon sind 41 Rottweiler, 15 Belgische und fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore.

(sda)