Generation Y

17. Januar 2020 09:49; Akt: 17.01.2020 09:49 Print

Millennials fürchten sich vor Drittem Weltkrieg

Kriege und bewaffnete Konflikte zählen zu den grössten Sorgen der sogenannten Generation Y. Das besagt eine Studie des Roten Kreuzes.

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Die weltweiten Spannungen bereiten jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 35 Jahren Sorgen. 45 Prozent nennen Krieg und bewaffnete Konflikte als eines der grössten Probleme weltweit und 47 Prozent halten den Ausbruch eines Dritten Weltkriegs noch zu Lebzeiten für wahrscheinlich.

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Wird jemals in einem Krieg noch eine Nuklearwaffe gezündet werden?

Zu diesem Ergebnis kam die am Donnerstag veröffentlichte Studie «Millennials on War» des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, die in 16 Ländern durchgeführt wurde, darunter auch in der Schweiz, wo 1000 junge Erwachsene befragt wurden.

Atomwaffen-Verbot gefordert

Mehr als 56 Prozent der Schweizer Millennials glauben, dass in den nächsten zehn Jahren «sehr wahrscheinlich» Atomwaffen eingesetzt werden. Fast der gleiche Anteil geht davon aus, dass es eines Tages einen Dritten Weltkrieg geben wird. Insgesamt fordert gut die Hälfte der Millennials (54 Prozent) aus 16 Ländern ein Verbot von Atomwaffen in ihrem Land und befürchtet, dass diese in den nächsten zehn Jahren eingesetzt werden.

Hoffnungsvoll zeigen sich hingegen vor allem junge Erwachsene aus Konfliktregionen. 69 Prozent der Befragten aus Syrien und der Ukraine glauben an ein Ende des Konflikts in ihrem Land innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Zweifelhafte Ansichten zu Menschenrechten

Besorgniserregend jedoch sind die Ansichten mancher Millennials zu einigen fundamentalen Menschenrechten. So hält mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten Folter unter gewissen Umständen für zulässig. Beinahe ebenso viele finden, dass Soldaten in Gefangenschaft der Kontakt zu ihren Familien verboten werden sollte. Beides sind international gültige Menschenrechte. Im Rahmen der Studie befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos von Juni bis Oktober 2019 mehr als 16'000 Personen im Alter von 20 bis 35 Jahren.

(leg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anita am 17.01.2020 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sorge Nr.1

    Meine Sorge ist die Nichtverhütung weiter Teile der Weltbevölkerung.

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  • Peter am 17.01.2020 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kalter Krieg

    Als ich in den 1980 gerade 15 wurde, glaubte keiner von uns, dass wir das Jahr 2000 noch erleben werden....

  • Marko0912 am 17.01.2020 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    !!!!

    und wider habe ich es fast geglaubt und dan musste ich lesen das es ein Studie ist und schon wurde es unglaubwürdig!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ängste schüren am 17.01.2020 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Um Himmels Willen

    Oh je. Das Rote Kreuz lässt Studien machen oder fälscht sie selbst. Es kann nur noch heiter werden. Uiuiuiuiuiui, vielsagend diese Studie.

  • Greta Gaukeley am 17.01.2020 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    bin extrem dankbar

    hätt ich jetzt nie gedacht. Zum Glück haben die sich aufgeopfert und eine Studie gemacht.

  • Blub am 17.01.2020 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Generation Schneeflocke und Chicken

    Generation Y und Millennials fürchten sich vor der Welt. Soll die Welt sich verändern, weil diese Generation lebensunfähig ist.

  • wusel am 17.01.2020 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    MAD funktioniert

    Mutually Assured Destruction, auf deutsch am besten mit Nukleare Abschreckung übersetzt. Jede Atommacht weiss das sie im Falle eines Erstschlages mit aller härte ebenfalls zerstört wird. Deshalb ist es im interesse aller Atommächte nicht der erste zu sein der auf den Knopf drückt. Ausserdem helfen die ganzen internationalen Handelsabkommen auch mit. Warum sollte man auch seine eigene Warenkette/Einnahmequelle zerstören?

  • R.Crusoe am 17.01.2020 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Guten Morgen

    "Besorgniserregend jedoch sind die Ansichten mancher Millennials zu einigen fundamentalen Menschenrechten. So hält mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten Folter unter gewissen Umständen für zulässig". Solche Aussagen finde ich auch sehr besorgniserregend und der Ausdruck Schweizer Millennials einfach von gestern. Nennt doch einfach Altersgruppen. Es reicht schon wenn in den Sozialen Medien "Millennials" auf "OK Boomer" treffen und der letzte Funken Anstand verschwindet.