Wahlen in Russland

12. Dezember 2011 15:27; Akt: 12.12.2011 15:42 Print

Milliardär fordert Putin heraus

Der russische Milliardär Michail Prochorow will bei der Präsidentschaftswahl im März gegen den derzeitigen Ministerpräsidenten Wladimir Putin antreten.

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Fordert Wladimir Putin heraus: Der Milliardär Michail Prochorow ist laut Forbes der drittreichste Russe. (Bild: Keystone)

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Diese Entscheidung sei die wichtigste seines Lebens, sagte Prochorow am Montag in Moskau. Prochorow ist einer der reichsten Männer des Landes. Ihm gehört das US-Basketball-Team New Jersey Nets. Er könnte eine ernsthafte Herausforderung für Putin darstellen, dessen Autorität durch die Betrugsvorwürfe bei der Parlamentswahl in der vergangenen Woche infrage gestellt wurde. Am Samstag protestierten Zehntausende Menschen in Moskau gegen Putin.

Er wolle seinen Wahlkampf nicht auf der Kritik an Wladimir Putin, dem Kandidaten der Regierungspartei Geeintes Russland, aufbauen, sagte der 46-Jährige, wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet. „Die Kritik wird höchstens zehn Prozent einnehmen (...) Ich möchte mich darauf konzentrieren, was zu tun ist." Mit seinem Wahlprogramm wolle er vor allem die Mittelklasse ansprechen.

Weiter erklärte Prochorow, er habe seine Kandidatur nicht mit dem Kreml abgesprochen. Er könne sich aber allenfalls eine Zusammenarbeit mit Ex-Finanzminister Alexej Kudrin vorstellen. Seine Haltung sei in vielen Punkten ähnlich wie die von Kudrin. Dieser musste im September nach scharfer Kritik an Dmitri Medwedew zurücktreten.

18 Milliarden Dollar Vermögen

Prochorow, dessen Vermögen auf rund 18 Milliarden Dollar geschätzt wird, wollte schon zur Duma-Wahl im Dezember antreten. Er musste die Partei Gerechte Sache nach einem parteiinternen Skandal aber verlassen.

Prochorow hat exzentrische Hobbys, wie der Spiegel berichtet. So ist er begeisterter Heliskifahrer und Kickboxer. Er gilt als begehrtester Junggeselle Russlands.

(uwb/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Xellent am 14.12.2011 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kommentar

    Na , ja schon wieder eine Spielerei. Um uns zu zeigen, dass es "eine Opposition" in Russland existiert. Klar war es alles mit Kreml abgesprochen.

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  • Xellent am 14.12.2011 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Na , ja schon wieder eine Spielerei. Um uns zu zeigen, dass es "eine Opposition" in Russland existiert. Klar war es alles mit Kreml abgesprochen.