Angriff in Halle (D)

14. Oktober 2019 20:33; Akt: 14.10.2019 20:33 Print

Stephan Balliet bereitete Attentat seit Monaten vor

Nach dem mutmasslich rechtsextremistisch und antisemitisch motivierten Anschlag in Halle sind die zwei Opfer des Schützen identifiziert.

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Stephan Balliet steigt aus dem Helikopter. Er ist gerade in Karlsruhe angekommen. Nun wird er zum Gericht gebracht. «Die Geschichte mahnt uns, die Gegenwart fordert uns», sagte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Halle. Ein Mann mit Kippa steht vor Kerzen und Blumen vor der Synagoge. Trauernde trösten sich gegenseitig. Die Synagoge wird streng bewacht. Überlebende hatten sich während der Attacke von Stephan B. in einem hinteren Raum der Synagoge versteckt. Rund 70 bis 80 Menschen sollen sich zur Tatzeit in der Synagoge befunden haben. Hier werden sie mit einem Bus vom Tatort weggebracht. Der Schock sitzt tief. Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland verlangt. Bei den Angriffen in Halle/Saale haben Defekte an mindestens einer Waffe des Täters allem Anschein nach eine höhere Opferzahl verhindert. Der Attentäter von Halle hatte sein Live-Video von der Tat in Echtzeit im Internet verbreitet. Er nutzte dafür die Streaming-Plattform Twitch, die zu Amazon gehört. Markierungen der Polizei kleben um einen Einschuss in der Schaufensterscheibe des vom Anschlag betroffenen Dönerladens. Einschusslöcher in der Eingangstüre der Synagoge. Am Abend nach der Terrorattacke in Halle haben sich in ganz Deutschland Menschen zur Solidaritätsbekundung versammelt. Auch Kanzlerin Angela Merkel besuchte eine Synagoge in Berlin. Auch am Mittwochabend dauerte der Einsatz in Halle noch an. Stephan B. (27) aus Sachsen-Anhalt soll in Halle zwei Menschen getötet haben, während er sich dabei filmte. Er war der Polizei zuvor nicht bekannt. Gemäss Sicherheitskreisen soll beim Angriff in Halle nur ein Täter involviert gewesen sein. In Wiedersdorf soll er sich ein Taxi besorgt haben, weshalb es am Mittwochnachmittag auch dort einen grösseren Polizeieinsatz gab. In Zürich wird eine Synagoge nach den Anschlägen von der Polizei bewacht. In Halle (Sachsen-Anhalt) fielen am Mittwoch (9.10.2019) Schüsse. Es gab zwei Tatorte. Eine Frau wurde vor einer Synagoge getötet. Ein Mann in einem Döner-Laden. Der mutmassliche Schütze soll eine Schrotflinte sowie ein Sturmgewehr verwendet haben. Im Bild liegen Patronen. Auch eine Handgranate soll geworfen worden sein. Dies wurde von der Polizei bislang nicht bestätigt. Auch die Spezialeinheit der Polizei, die GSG9 ist vor Ort. Eine Person wurde von der Polizei festgenommen. Auch in Landsberg, 10 Kilometer von Halle entfernt, fielen am Nachmittag Schüsse. Das Bild zeigt Polizisten in Halle. Die Polizei ist mit schwerem Aufgebot vor Ort. Strassen wurden aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Die Stadt Halle spricht nach den tödlichen Schüssen von einer Amoklage. Der Oberbürgermeister hat den Stab für «Aussergewöhnliche Ereignisse einberufen», teilt die Stadt mit. Alle Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Tat ereignet sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur (Versöhnungstag oder Versöhnungsfest). Die jüdische Gemeinschaft feiert ihn als Ruhe- und Fastentag. Der Täter trug wohl eine grüne Armeejacke und hatte ein Sturmgewehr und eine Maske dabei. In Dresden wurde das Aufgebot von Sicherheitskräften augestockt. Polizisten stehen mit automatischen Waffen vor der Synagoge. Einsatzkräfte legen sich ihre Ausrüstung an.

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(fss)